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Montag, 28. September 2015

Meine liebste Kürbissuppe (vegan)

Ich finde ja, es gibt zwei Kategorien von Menschen. Sommer- und Wintermenschen.
Bei mir ist das ein klarer Fall: ich bin DER Sommermensch überhaupt! Noch schlimmer, meine Laune ist absolut wetterabhängig.
Kommt die Sonne raus, kann mir so schnell keiner mehr den Tag verderben - ist der Himmel tagelang grau und will es nicht aufhören zu regnen, dann würde ich mir lieber nicht begegnen!
So sehr ich mich jedes Jahr darauf freue, meine Flip Flops und Sommerkleider rauszuholen, das erste Eis zu essen, mit kurzen Laufsachen am Rhein joggen zu gehen oder beim Picknicken Kirschkernweitspucken zu spielen (leider gehe ich nur selten picknicken und Kirschkernweitspucken, tue ich auch nie, aber Kirschen esse ich für mein Leben gerne! ;)) - es gibt auch einige Dinge, die ich an der kalten Jahreszeit schätze.

Bei eisigen Temperaturen und Sonnenschein ganz dick eingepackt einen Spaziergang zu machen, vor dem Kamin zu sitzen und Erdnüsse zu schälen, selbstgemachten Glühwein zu trinken, durch die Stadt zu schlendern, während überall Weihnachtsdeko hängt und "Last Christmas" aus den Boxen tönt... und Kürbissuppe!!!
Es hat knapp 25 Jahre gedauert, bist ich endlich vernünftig geworden und auf den Geschmack gekommen bin. Wahrscheinlich koche ich auch deswegen in der Kürbissaison so oft Kürbissuppe, weil ich einfach sehr viel nachzuholen habe - oder/und weil dieses Rezept so lecker ist.

Ich habe nun schon mehrere neue Varianten ausprobiert, auf Kartoffelbasis oder mit Kokosmilch - letzten Endes bin ich jedoch immer wieder zu meinem Standardrezept zurückgekommen. Abgesehen davon, dass die Suppe einfach super lecker ist, ist die Zutatenliste wirklich überschaubar und außerdem noch sehr gesund! Wer die Butter durch Margarine oder Kokosöl ersetzt, kann so sogar ein veganes Süppchen zaubern.

Das Rezept habe ich übrigens von meiner lieben Mutti, die es irgendwo einmal handschriftlich abgeheftet hat. Wo es also ursprünglich herkommt, keine Ahnung!



Ich mache die Suppe eigentlich fast immer aus Hokkaido-Kürbis. Für 1 kleinen Kürbis braucht man außerdem 1 kleine Zwiebel oder Schalotte, 2 Möhren, 1 kleinen, säuerlichen Apfel und eine halbe entkernte Papaya.
Den Kürbis abwaschen, und das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Die Möhren, den Apfel und die Papaya schälen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und klein würfeln.
1 EL Butter (Veganer nehmen ein anderes Fett nach Wahl) in einem großen Top zerlassen und die Zwiebeln anschwitzen. Obst und Gemüse dazu geben und grade soviel Hühner- oder (für die vegane Alternative) Gemüsebrühe zugießen, dass die Zutaten bedeckt sind. Ich gieße meist erst das Wasser an und gebe dann nur sehr wenig Instantbrühe dazu (vielleicht 1 TL auf 500 ml Wasser).
Nun alles für ca. 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend einen großen Schuss weißen Balsamico Essig dazu gießen und mit einem Pürierstab pürieren. Die Suppe wird noch sehr dickflüssig sein. Wer will kann noch Wasser oder (Soja-)Sahne dazu geben.
Ich verfeinere die Suppe außerdem vor dem Pürieren immer mit einem guten Schuss Orangensaft, gemahlenen Chilischoten und geriebenem Ingwer. Wie viel man hier nimmt, ist Geschmackssache.

Wenn ich mal einen großen Kürbis habe, aber nicht gleich die doppelte Menge kochen will, verwende ich den Rest vom Kürbisfleisch übrigens von Kürbispommes. Dazu einfach den Kürbis in Schnitze schneiden, mit Öl, Salz und Gewürzen nach Wahl mischen und auf dem Blech im Backofen backen.

Samstag, 16. Mai 2015

Schneller Couscous-Salat mit Knobi-Joghurt-Zitronen-Dressing

Früher, als ich noch klein, unselbstständig und mittellos war und den Luxus genießen konnte, dass Mutti meinen Urlaub plante und bezahlte und sogar noch meinen Koffer packte (Kind sein ist ja so was Tolles!!!), stand Cluburlaub bei uns ganz weit oben auf der Liste.

Was für die Einen ein Segen ist - die Kiddies werden bespaßt, für das leibliche Wohl ist 24/7 gesorgt, es ist immer irgendwo Etwas los - ist den Anderen ein Graus - Animateure wollen nicht nur die Kiddies bespaßen, man kommt wahrscheinlich mit 5 kg mehr Eigengewicht nach Hause, es ist immer irgendwo etwas los ;)

Ich fand Cluburlaub immer toll. Vor allem faszinierten mich jedes Mal die gigantischen Buffets, die auf einer Fläche aufgebaut waren, die gefühlt größer war, als ein Fußballfeld. Leute mit dezenten Entscheidungsproblemen - wie ich einer bin - sind also dauer unterwegs, um auch ja alles probieren zu können. 

Wer schonmal Cluburlaub gemacht hat, wird auch die Themenabende kennen und hat vorsorglich immer schwarze und weiße Kleidung, für die Black and White-Gala-Night, mit im Gepäck ;)

Während einer dieser Urlaube gab es auch einen afrikanischen Themenabend mit allerlei Leckereien, die für mich zu dem Zeitpunkt noch sehr exotisch waren. Von Schmorgerichten mit Rosinen, Datteln oder Aprikosen, über mir bis dato noch unbekannten Kichererbsen in jeglicher Form, bis hin zu Couscous, den ich an diesem Abend zum ersten Mal probierte und nach zahlreichen Portionen feststellte, dass es das auch bitte mal zu Hause geben sollte.

Daraus wurde dann leider nichts... und so kam es, dass er in Vergessenheit geriet.

Bis meine Schwester mich vor Kurzem auf ihrer Grillparty mit einem super leckeren Couscous-Salat wieder daran erinnerte. Ihre Interpretation hat mir so gut geschmeckt, dass ich mich natürlich direkt selber daran versuchen musste. Nachdem der erste Versuch ein wenig in die Hose gegangen ist, war der Zweite um so besser. 

Nicht nur, dass der Couscous-Salat super schnell zubereitet und je nach Kühlschranksituation sehr wandelbar ist, das Dressing macht ihn im Sommer zu einer besonders erfrischenden Angelegenheit!




Als Beilage für 2 Personen wiegt ihr 100 g Couscous ab. Gebt 1/2 TL Brühe-Pulver dazu und gießt 100 ml kochendes Wasser an. Während der Couscous jetzt im heißen Wasser quellt, könnt ihr direkt 1 EL Ajvar, 1 EL Tomatenmark und 1 TL Sambal Olek dazu geben und alles ordentlich vermischen. Danach schneidet ihr Gemüse nach Wunsch klein. Ich hatte 1 rote Spitzpaprika, 1 Stück Gurke (die Kerne habe ich vorher entfernt), ein paar Frühlingszwiebeln und 1 kleine Dose Mais. Außerdem zerkrümelt ihr 1/2 Schafskäse und gebt ihn gemeinsam mit dem vorbereiteten Gemüse zum Couscous. Nun könnt ihr den Salat mit Salz, Pfeffer, Petersilie und einem kleinen Schuss Essig abschmecken.

Für das Dressing verrührt ihr einfach nach Belieben Joghurt, Zitronensaft, Olivenöl und Knoblauch. Den Salat könnt ihr sofort mit einem Klecks Dressing servieren, oder aber zum Ziehen noch ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. 

Freitag, 24. April 2015

Der weltbeste Nudelsalat

Wenn die Sonne aus ihrem Winterschlaf erwacht, die Temperaturen wieder langsam das Thermometer hochklettern, die Gräser knallig grün werden und die Magnolien und Kirschblüten anfangen wie wild zu blühen - dann geht auch die Grillsaison offiziell wieder los. Zumindest für die Leute, die 1) einen Balkon und 2) einen Grill besitzen.

Wer -wie ich- ohne Balkonien leben muss und wem die hüpfenden, fliegenden und manchmal pieksenden Tierchen in der freien Wildbahn nichts ausmachen, kann immer noch in Parks oder am Wasser grillen.
Oder aber, er besitzt -wie ich- einen Indoor Grill, der extrem schick aussieht und super grillt, sein Leistungsversprechen "rauchfrei" jedoch nicht so richtig hält.
Oder aber, er wird zur Grillparty eingeladen -wie ich übrigens auch ;)

Grillpartys sind toll. Denn während man in den dunklen Monaten für eine Party ewig in der Küche stehen muss, kommen hier einfach ein paar Würstchen auf den Grill, die großen Imbiss-Tuben Ketchup/Mayo werden auf den Tisch gestellt, das Bier wird in der Badewanne gekühlt und Brot, Salate sowie Nachtisch werden von den Gästen mitgebracht. Unkompliziert und alle sind glücklich

Was auf keiner Grillparty fehlen darf ist Nudel- oder wahlweise Kartoffelsalat. Wer jetzt aber an die Klassiker mit Mayo und sauren Gurken oder Fleischwurst denkt, ist bei mir an der falschen Adresse. Obwohl ich mitten im Ruhrgebiet aufgewachsen bin, stand sowas bei uns niemals nie auf dem Tisch. Mit "sowas" meine ich Hausmannskost, wie Sauerkraut, Kohlrouladen, Erbsensuppe oder eben Nudel-und Kartoffelsalat mit Mayo. Meine Mutti hatte immer schon ein Faible für mediterrane Küche und so hat auch dieser köstliche Nudelsalat aus einer alten LECKER-Ausgabe es in die Top 5 unserer All-Time-Salat-Favorits geschafft.

Frische Tomaten, knackige Pinienkerne, cremige Ricottasauce und aromatische getrocknete Tomaten - ein Fest für die Sinne und nicht nur als Grillbeilage sondern auch als sommerliches Hauptgericht perfekt!



Das Originalrezept sieht Tortellini vor, die auch ganz hervorragend passen, wenn man den Nudelsalat als Hauptgericht serviert. Als Beilage nehme ich jedoch immer gerne diese Muschelnudeln, da sich die Tomatenstücke und die Sauce darin versteckt. Ihr könnt aber auch genau so gut Fusilli oder Farfalle oder oder oder benutzen.

Kocht 500 g Pasta in Salzwasser bissfest (wichtig, nicht zu weich kochen, da sie ja noch "nachgaren" und Sauce aufnehmen). Nehmt 1 Glas getrocknete Tomaten in Öl und lasst die Tomaten abtropfen. Das Öl auffangen. Für die Sauce verrührt ihr 300 g Ricotta, 150 g Crème Fraiche, ca. 100 ml Tomaten-Öl und ca.100 ml Weißweinessig oder Balsamico Bianco. Das ist ein wenig mehr, als im Originalrezept, aber dadurch, dass andere Nudeln verwendet werden, variiert auch die Saucenmenge.
Hackt 1-2 Zwiebeln (ich nehme gerne rote Zwiebeln) in kleine Würfel und mischt sie unter. Die Sauce jetzt mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. 
Die abgetropften getrockneten Tomaten, genau so wie 500 g Cocktailtomaten in kleine Stücke schneiden. 1 Bund Basilikum hacken und mit den Tomaten in die Sauce geben. 
Sobald die Nudeln fertig sind, abgießen, in die Sauce geben und gut vermengen. Zum Schluss könnt ihr noch ca. 75 g Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und zu dem Salat geben. 

Ein kleiner Tipp am Rande, wer sich entscheidet diese schönen Muschelnudeln zu nehmen: Sie legen sich ganz gerne umeinander, so dass nicht alle Nudeln Sauce abbekommen. Wer das vermeiden will, der muss nun ein bisschen "Handarbeit" leisten und die Nudeln per Hand mit der Sauce mischen. Dabei einfach die einzelnen Schichten voneinander trennen.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Einfach, schnell und lecker - Sommernudeln

Die Sache mit dem Entscheiden habe ich ja schon am Beispiel der Marmorkuchen-Problematik hier erläutert. Man könnte natürlich meinen, dass ich nur beim Backen meine Probleme habe, mich festzulegen (schön wär's!), aber selbst bei den einfachsten, banalsten Dingen spiele ich gedanklich Ene-Mene-Muh. Was übrigens auch der Grund ist, warum aus "ich bin mal kurz im Supermarkt Schokolade holen" gut zwei Stunden werden können.
Gut jetzt könnte man sagen, dass Schokolade zu den wichtigsten Nahrungsmitteln gehört und deswegen sorgsam ausgewählt werden muss. Aber: bei Spülmittel, Zahnpasta und Klopapier verhält es sich ähnlich.

Gott sei Dank habe ich meinen Freund. Das Gute an unserer Beziehung ist unter anderem (dh. nicht ausschließlich - mir soll ja nicht unterstellt werden, dass ich nur deswegen sein Schnarchen toleriere! ;)), dass er mir die Entscheidung des Öfteren abnimmt. Ob freiwillig oder nicht, ist ein anderes Thema. 

Als er vor ein paar Tagen ganz beiläufig meinte "du könntest mal wieder Sommernudeln machen", tanzte ich innerlich einen kleinen Jubeltanz, denn das bedeutete nicht nur, dass ich mir meine täglichen 5 Stunden Inspirationssuche auf LECKER und Chefkoch sparen könnte sondern auch, dass das Abendessen sich quasi von selber kochen und ich mit meiner Rhabarber-Sekt-Schorle schonmal die Couch warmsitzen würde.


Das Gute an Sommernudeln ist, dass man sich quasi gar nicht an Mengenangaben halten muss. 
Während man Nudeln nach Wahl kocht, schneidet man Tomaten und Basilikum und vermischt es mit Olivenöl. Salz, Pfeffer oder Chili kommt alles nach Belieben dran, genauso wie Knoblauch. Ich kaufe meinen übrigens immer in der METRO. Dort gibt es in der Salatabteilung Töpfe mit bereits ganz klein gehacktem Knoblauch, der sich um Kühlschrank seeeehr lange hält.

Sind die Pasta fertig (nicht jeder mag sie ja al dente), werden sie abgegossen und sofort mit der kalten Tomatensauce vermischt. Abschmecken und nach Belieben noch frischen Parmesan darüber reiben. Fertig!


Ich mag diese Nudeln besonders gerne, weil sie sich sehr gut variieren lassen. So kann man zum Beispiel auch Fetakäse oder Mozzarella darunter geben. Auch Gambas oder geräucherter Lachs passen hervorragend dazu. Das wären dann 5 verschiedene Nudelgerichte und 5 entscheidungsfreie, gerettete Tage