Kennt ihr diese Gerichte, in denen einfach lauter Lieblingszutaten drin sind, die alle alleine schon so unverschämt lecker und unverschämt ungesund sind, dass man schon beim Gedanken daran zunimmt?
Ein absoluter Meister in der Kreation solcher Rezepte ist Jamie Oliver! Seit ich regelmäßig in der Küche stehe, war er eine meiner Inspirationsquellen. Überhaupt könnte ich sogar so weit gehen und sagen, dass er mich dazu gebracht hat, mich an den Herd zu stellen, schließlich habe ich mir als fauler Teenager jeden Samstagmorgen seine TV-Kochkünste angesehen - bis ich dann irgendwann genug vom zugucken hatte...
Neben den diversen Jamie Kochbüchern, die sich bei uns im Regal stapeln, haben wir, als treue LECKER-Leser auch zahlreiche Magazine mit einigen seiner Rezepte (die wurden nämlich vor vielen vielen Jahren einmal dort abgedruckt).
Eines dieser Magazine ist schon recht abgegriffen, denn es wird immer mal wieder rausgeholt - dann gibt es nämlich Jamie's Croissant Auflauf! Ein Gericht mit dem jeder noch so miese Tag gerettet werden kann. Lauter gute Zutaten in einer Auflaufform: Croissants, Creme Double, Orange und viel Schokolade!
Wer mag, isst den Auflauf noch lau warm. Ich warte am liebsten ab, bis er abgekühlt ist, denn dann ist die Schokolade wieder hart und das schmeckt in Verbindung mit den weichen Croissants und der fruchtigen Orangennote einfach unbezahltbar gut!
Das Foto wird diesem famosen Gericht leider überhaupt gar nicht gerecht! Deswegen solltet ihr es einfach selber ausprobieren und im siebten Nachtisch-Himmel schweben!
Heizt den Backofen auf 150° Umluft vor. Halbiert 4 Croissants waagerecht, bestreicht die Hälften mit Butter und schichtet die Hälften in eine eingefettete, mittelgroße Auflaufform. Hackt 150g Zartbitterschokolade und verteilt sie zwischen und über den Croissants. Danach verrührt ihr 3 Eier mit 50g Zucker, 1/4 Liter Milch, 250g Crème Double und der abgeriebenen Schale von einer Orange. Orange Back tut es auch :) Die Eiermilch gießt ihr dann über die Croissants und drückt diese noch einmal gut in die Mischung. Das Ganze kann jetzt für 25 Minuten in den Backofen.
In der Zwischenzeit müsst ihr 2-3 EL Mandelblättchen kurz unter kaltem Wasser abspülen und mit 1 EL Puderzucker vermischen. Wenn die 25 Minuten rum sind, kommen die Mandeln als Streusel auf den Auflauf und werden noch einmal 10 Minuten mitgebacken.
Wer nicht warten will, darf sofort testen. Oder aber ihr lasst den Auflauf gut auskühlen und im Kühlschrank fest werden. Ich persönlich esse ihn einfach warm und kalt ;)
Ich finde ja, es gibt zwei Kategorien von Menschen. Sommer- und Wintermenschen.
Bei mir ist das ein klarer Fall: ich bin DER Sommermensch überhaupt! Noch schlimmer, meine Laune ist absolut wetterabhängig.
Kommt die Sonne raus, kann mir so schnell keiner mehr den Tag verderben - ist der Himmel tagelang grau und will es nicht aufhören zu regnen, dann würde ich mir lieber nicht begegnen!
So sehr ich mich jedes Jahr darauf freue, meine Flip Flops und Sommerkleider rauszuholen, das erste Eis zu essen, mit kurzen Laufsachen am Rhein joggen zu gehen oder beim Picknicken Kirschkernweitspucken zu spielen (leider gehe ich nur selten picknicken und Kirschkernweitspucken, tue ich auch nie, aber Kirschen esse ich für mein Leben gerne! ;)) - es gibt auch einige Dinge, die ich an der kalten Jahreszeit schätze.
Bei eisigen Temperaturen und Sonnenschein ganz dick eingepackt einen Spaziergang zu machen, vor dem Kamin zu sitzen und Erdnüsse zu schälen, selbstgemachten Glühwein zu trinken, durch die Stadt zu schlendern, während überall Weihnachtsdeko hängt und "Last Christmas" aus den Boxen tönt... und Kürbissuppe!!!
Es hat knapp 25 Jahre gedauert, bist ich endlich vernünftig geworden und auf den Geschmack gekommen bin. Wahrscheinlich koche ich auch deswegen in der Kürbissaison so oft Kürbissuppe, weil ich einfach sehr viel nachzuholen habe - oder/und weil dieses Rezept so lecker ist.
Ich habe nun schon mehrere neue Varianten ausprobiert, auf Kartoffelbasis oder mit Kokosmilch - letzten Endes bin ich jedoch immer wieder zu meinem Standardrezept zurückgekommen. Abgesehen davon, dass die Suppe einfach super lecker ist, ist die Zutatenliste wirklich überschaubar und außerdem noch sehr gesund! Wer die Butter durch Margarine oder Kokosöl ersetzt, kann so sogar ein veganes Süppchen zaubern.
Das Rezept habe ich übrigens von meiner lieben Mutti, die es irgendwo einmal handschriftlich abgeheftet hat. Wo es also ursprünglich herkommt, keine Ahnung!
Ich mache die Suppe eigentlich fast immer aus Hokkaido-Kürbis. Für 1 kleinen Kürbis braucht man außerdem 1 kleine Zwiebel oder Schalotte, 2 Möhren, 1 kleinen, säuerlichen Apfel und eine halbe entkernte Papaya.
Den Kürbis abwaschen, und das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Die Möhren, den Apfel und die Papaya schälen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und klein würfeln.
1 EL Butter (Veganer nehmen ein anderes Fett nach Wahl) in einem großen Top zerlassen und die Zwiebeln anschwitzen. Obst und Gemüse dazu geben und grade soviel Hühner- oder (für die vegane Alternative) Gemüsebrühe zugießen, dass die Zutaten bedeckt sind. Ich gieße meist erst das Wasser an und gebe dann nur sehr wenig Instantbrühe dazu (vielleicht 1 TL auf 500 ml Wasser).
Nun alles für ca. 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend einen großen Schuss weißen Balsamico Essig dazu gießen und mit einem Pürierstab pürieren. Die Suppe wird noch sehr dickflüssig sein. Wer will kann noch Wasser oder (Soja-)Sahne dazu geben.
Ich verfeinere die Suppe außerdem vor dem Pürieren immer mit einem guten Schuss Orangensaft, gemahlenen Chilischoten und geriebenem Ingwer. Wie viel man hier nimmt, ist Geschmackssache.
Wenn ich mal einen großen Kürbis habe, aber nicht gleich die doppelte Menge kochen will, verwende ich den Rest vom Kürbisfleisch übrigens von Kürbispommes. Dazu einfach den Kürbis in Schnitze schneiden, mit Öl, Salz und Gewürzen nach Wahl mischen und auf dem Blech im Backofen backen.