Dass ich ein Streuselkuchen-Fan bin, habe ich ja bereits hier erwähnt! Das Problem an der Sache ist, dass ich von besagtem Kuchen am Liebsten nur die Streusel essen würde und das gelegentlich auch so durchziehe. Klassischer Streuselkuchen mit Hefeteig würde bei mir niemals im Backofen landen - da bleibt ja dann die Hälfte übrig :) Auf eine Mischung aus Rührteig mit Streuseltopping kann ich mich grade noch so breit schlagen lassen, insbesondere, wenn es der saftigste Streuselkuchen ist! Ganz gerne mach ich sogar Streuselkuchen auf Mürbeteigbasis - den esse ich nämlich mindestens genau so gerne, wie Streusel!!!
Nach langer Backpause bin ich bei Springlane vor Kurzem über einen spannenden Artikel über "die perfekten Streusel" gestoßen. Die Autorin, Sina, hat auf der Suche nach den besten Streuseln der Welt diverse Variationen getestet. Wie werden sie mit kalter, weicher, flüssiger oder gebräunter Butter? Welches ist das beste Mischverhältnis von Butter, Zucker und Mehl? Gießt man nach dem Backen noch Sahne oder Butter darüber? Besprenkelt man sie während des Backens mit kaltem Wasser?
Nach Lektüre des Artikels war natürlich klar: ich muss Streuselkuchen backen! Und weil ich es mir einfach machen wollte, sollte der Streuselteig direkt für Boden und Topping herhalten - natürlich auf Basis der Angaben bei Springlane. Das Mehl habe ich, wie angegeben, zum Teil durch Speisestärke und Haferflocken ergänzt und so für einen noch knusprigen und mürberen Teig gesorgt.
An dieser Stelle vielen Dank liebe Sina, dass du mir die Arbeit erspart und das Rezept für die perfekten Streusel erarbeitet hast :)
Dazwischen sollte eine Käsekuchenfüllung und die Herzkirschmarmelade, die ich geschenkt bekommen hatte, den passenden Kontrast darstellen. Knusprige, cremige und süße Komponenten verbunden in einem - YUM!
Backofen auf 190° vorheizen. Für eine kleine Springform 115g Butter schmelzen - sie sollte sehr weich bis flüssig sein. Mit 100g Zucker, 100g Mehl, 50g Speisestärke und 50g feinen Haferflocken mischen - am besten mit dem Knethaken der Küchenmaschine. Wer keine Speisestärke und/oder Haferflocken hat, füllt den Rest mit Mehl auf oder nimmt gemahlene Nüsse. Auch Puddingpulver klappt super und gibt noch einen vanilligen oder schokoladigen Geschmack.
Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und die Hälfte des Teiges darauf verteilen und platt drücken. Ich habe dann eine dünne Schicht Kirschmarmelade aufgetragen und anschließend aus 250g Magerquark, 1 Ei, 1 Pck. Vanillezucker und 20g Vanillepuddingpulver eine Käsekuchenfüllung darüber verteilt. Statt Marmelade kann man auch frische Beeren auf der Käsekuchencreme verteilen. Oder man legt den Boden nur mit dünn geschnittenen Äpfeln und Rosinen aus. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Anschließend zupft man die restlichen Streusel auf die Füllung und schiebt den Kuchen in den vorgeheizten Backofen. Hier bleibt er ca. 20 Minuten - je nach Größe und Art der Füllung kann es aber auch kürzer oder länger dauern. Kurz vor Ende der Backzeit sollte man die Streuseldecke mit kalten Wasser besprenkeln - das sorgt laut Sina für das perfekte Knuspererlebnis!
Nach dem Auskühlen mit Puderzucker verzieren - et voilà, der perfekt, knusprige Streuselkuchen.
Sonntag, 11. September 2016
Freitag, 22. April 2016
Caesars Salad easy peasy selbstgemacht
Während manch Andere sich jeden Tag von Pizza, Pasta und Co. ernähren könnten, bin ich ein absoluter Salat-Junkie. Viele denken ja immer Salat wäre bloß Grünzeugs - aber der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Das fängt schon bei den "Blättern" an - Kopfsalat, Lollo Rosso, Feldsalat, Rucola, Spinat und was man sonst noch alles in die Schüssel schmeißen kann. Neben der Standart-Rohkost wie Möhren, Gurken, Paprika oder Tomate, kann man auch wunderbar gebratenes Gemüse, wie Pilze, Zucchini oder grünen Spargel dazu tun. Hülsenfrüchte sind viel mehr als Mais und Kidneybohnen - auch Kichererbsen, Linsen, Erbsen oder weiße Bohnen machen sich ganz herrvorragend im Salat. Und schließlich passt auch Fisch und Fleisch, ob warm oder kalt. Man kann Reis, Nudeln oder Kartoffeln untermischen, Käse darüber zerbröseln und sich jedes Mal ein anderes Dressing zusammenrühren.
Normalerweise mache ich keine Salate "nach Rezept", sondern schmeiße rein, wo mir grade so nach ist. Aber gestern sollte es mal wieder Caesar's Salat geben - mit selbstgemachtem Dressing natürlich. Denn Fertigdressing geht mal gar nicht! Dazu gesellt sich krosser Speck, Croutons, Parmesanspänen und in meinem Fall gegrillte Hähnchenbrust.
Für das Dressing gebt ihr 3-4 EL Creme Fraîche, den Saft 1/2 Zitrone, 1-2 Knoblauchzehen, 50g geriebenen Parmesan, 4 Sardellenfilets und ca. 4 EL Öl in einen hohen Rührbecher oder Mixer und püriert das Ganze einmal durch. Ggf. noch etwas Öl dazu tun, damit es cremiger wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lasst euch nicht von den Sardellenfilets abschrecken, die braucht man unbedingt für den einzigartigen Geschmack! Das Dressing kann man auch super vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren.
Dann wird der Speck gebraten. Damit er schön kross wird, aber nicht anbrennt, muss man ihn ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze in der Pfanne braten lassen. Das dauert seine Zeit, aber so wird er perfekt. Danach muss er auf Küchenpapier gut abtropfen. In dem restlichen Bratenfett könnt ihr jetzt die Croutons anbraten. Ich habe dafür ein Aufbackbrötchen genommen, es geht aber auch Toastbrot oder anderes helles Brot. Ggf. müsst ihr noch etwas Öl dazu geben. Behaltet die Pfanne im Auge, sonst werden die Croutons schnell schwarz.
Das Hähnchen könnt ihr in der Pfanne oder auf dem Grill machen. Ihr könnt euch auch ein Grillhähnchen vom Imbisswagen mitnehmen und das Fleisch kleinzupfen.
Als Grünzeugs werden typischerweise Romanasalatherzen verwendet. Achtet darauf, dass die Blätter nach dem Waschen gut getrocknet werden, denn sonst wird die Sauce zu matschig.
Der Salat wird jetzt mit ein wenig Dressing gut vermischt, so dass alle Blätter etwas abbekommen. Danach könnt ihr den Speck darüber klein brechen, die Croutons und das klein geschnittene oder gezupfte Hähnchen darauf verteilen. Den Rest der Sauce könnt ihr auf dem fertigen Salat verteilen und anschließend noch mit dem Sparspäler ein paar Parmesanspäne dazu geben.
Wie ihr seht, habe ich nur für das Dressing Mengenangaben. Alles Andere muss man nach Bedarf zusammenstellen. Männer essen zum Beispiel lieber mehr Fleisch und weniger Salat. Andere wollen vielleicht auch noch ein paar Tomaten oder Paprikastücke drin haben. So oder so - lasst es euch schmecken :)
Das fängt schon bei den "Blättern" an - Kopfsalat, Lollo Rosso, Feldsalat, Rucola, Spinat und was man sonst noch alles in die Schüssel schmeißen kann. Neben der Standart-Rohkost wie Möhren, Gurken, Paprika oder Tomate, kann man auch wunderbar gebratenes Gemüse, wie Pilze, Zucchini oder grünen Spargel dazu tun. Hülsenfrüchte sind viel mehr als Mais und Kidneybohnen - auch Kichererbsen, Linsen, Erbsen oder weiße Bohnen machen sich ganz herrvorragend im Salat. Und schließlich passt auch Fisch und Fleisch, ob warm oder kalt. Man kann Reis, Nudeln oder Kartoffeln untermischen, Käse darüber zerbröseln und sich jedes Mal ein anderes Dressing zusammenrühren.
Normalerweise mache ich keine Salate "nach Rezept", sondern schmeiße rein, wo mir grade so nach ist. Aber gestern sollte es mal wieder Caesar's Salat geben - mit selbstgemachtem Dressing natürlich. Denn Fertigdressing geht mal gar nicht! Dazu gesellt sich krosser Speck, Croutons, Parmesanspänen und in meinem Fall gegrillte Hähnchenbrust.
Für das Dressing gebt ihr 3-4 EL Creme Fraîche, den Saft 1/2 Zitrone, 1-2 Knoblauchzehen, 50g geriebenen Parmesan, 4 Sardellenfilets und ca. 4 EL Öl in einen hohen Rührbecher oder Mixer und püriert das Ganze einmal durch. Ggf. noch etwas Öl dazu tun, damit es cremiger wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lasst euch nicht von den Sardellenfilets abschrecken, die braucht man unbedingt für den einzigartigen Geschmack! Das Dressing kann man auch super vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren.
Dann wird der Speck gebraten. Damit er schön kross wird, aber nicht anbrennt, muss man ihn ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze in der Pfanne braten lassen. Das dauert seine Zeit, aber so wird er perfekt. Danach muss er auf Küchenpapier gut abtropfen. In dem restlichen Bratenfett könnt ihr jetzt die Croutons anbraten. Ich habe dafür ein Aufbackbrötchen genommen, es geht aber auch Toastbrot oder anderes helles Brot. Ggf. müsst ihr noch etwas Öl dazu geben. Behaltet die Pfanne im Auge, sonst werden die Croutons schnell schwarz.
Das Hähnchen könnt ihr in der Pfanne oder auf dem Grill machen. Ihr könnt euch auch ein Grillhähnchen vom Imbisswagen mitnehmen und das Fleisch kleinzupfen.
Als Grünzeugs werden typischerweise Romanasalatherzen verwendet. Achtet darauf, dass die Blätter nach dem Waschen gut getrocknet werden, denn sonst wird die Sauce zu matschig.
Der Salat wird jetzt mit ein wenig Dressing gut vermischt, so dass alle Blätter etwas abbekommen. Danach könnt ihr den Speck darüber klein brechen, die Croutons und das klein geschnittene oder gezupfte Hähnchen darauf verteilen. Den Rest der Sauce könnt ihr auf dem fertigen Salat verteilen und anschließend noch mit dem Sparspäler ein paar Parmesanspäne dazu geben.
Wie ihr seht, habe ich nur für das Dressing Mengenangaben. Alles Andere muss man nach Bedarf zusammenstellen. Männer essen zum Beispiel lieber mehr Fleisch und weniger Salat. Andere wollen vielleicht auch noch ein paar Tomaten oder Paprikastücke drin haben. So oder so - lasst es euch schmecken :)
Freitag, 15. April 2016
Puddingtörtchen - Pastéis de nata
Als ich noch
Manchmal bekamen wir aber auch vom Bäcker ein Teilchen mitgebracht. Für mich gab es fast immer eine Apfeltasche, meine Schwester eine Puddingbrezel. Damals hat mich das gar nicht gereizt. Viel zu süß, viel zu durchgeweicht, viel zu viel Vanillepudding - ich gehöre da eher zur Schokofraktion!
Seit wir jedoch regelmäßig nach Portugal an die Algarve reisen, habe auch ich mein Faible für süßes Vanillepudding-Gebäck entdeckt. Pastéis de nata sind zwar keine Brezeln, aber köstliche Törtchen mit Puddingfüllung und der Geheimzutat - einem Hauch von Zimt! (Sollte das ein deutscher Bäcker lesen, versucht doch mal eure Puddingbrezeln damit zu pimpen ;)).
In Portugal werden die Törtchen nicht nur zum Café am Nachmittag sondern gerne auch zum Frühstück vernascht. Sie können kalt gegessen werden, dann sind sie etwas fester - manchmal bekommt man sie aber auch warm serviert. So oder so, sind sie ein Genuss.
Bekannt sind die Puddingtörtchen übrigens auch als Pastéis de Belem - denn in einer Pastelaria im Lissaboner Stadtteil Belém wurden sie zum ersten Mal aus dem Ofen geholt. Wer selber einmal in Lissabon ist und sich dort für ein oder zwei oder drei Pastéis in die Schlange stellen möchte, findet sie hier.
Und wer es nicht nach Portugal schafft, der stellt sich einfach selber in die Küche! Denn bis auf eine Rolle Blätterteig, Eiern, Milch, Vanille und natürlich Zimt, braucht man gar nicht viel mehr...
Mit 1 Rolle Blätterteig bekommt ihr ca. 12 Törtchen, die ihr ganz einfach im Muffinblech backen könnt (ich mache gerne auch nur 8 Große und noch ein paar Kleine in meinem Mini-Muffin-Blech). Holt den Blätterteig aus dem Kühlschrank und lasst ihn ca. 10 Minuten ruhen. Danach wird er laut Rezept noch 1-2 Zentimeter ausgerollt, bei mir war das nicht nötig. Zum Ausstechen des Teiges habe ich Gläser verwendet. Diese sollten größer sein, als die Mulden des Muffinblechs. Diese werden mit Butter eingefettet und mit den Teigkreisen ausgelegt. Übrig gebliebener Teig kann wieder neu ausgerollt und weiter verwendet werden.
Für den Pudding lasst ihr 500 ml Milch mit 1 TL Butter auf dem Herd aufkochen. Dann werden 275 g Zucker, 1 EL Mehl und 1 Prise Salz kräftig eingerührt und die ganze Mischung noch einmal aufgekocht. Nehmt den Topf nun vom Herd und rührt das Mark 1 Vanilleschote, 5 Eigelb und 1 Ei hinein. Es ist ganz wichtig, dass die Milch nicht mehr kocht, denn sonst gerinnt alles (und ihr müsst alles neu machen oder so wie ich die Mischung durch ein Sieb geben und mit Milch und Puddingpulver strecken ;)).
Der Pudding wird dann in die vorbereiteten Muffinmulden gefüllt und das Blech kommt für 12-14 Minuten bei 200 Grad Umluft in den Backofen. In der Zwischenzeit mischt ihr ein wenig Zucker mit beliebig viel Zimt, denn wenn die Törtchen fertig sind, kommt eine ordentliche Kruste Zimt-Zucker oben drauf, die anschließend bestenfalls mit einem kleinen Bunsenbrenner oder unter dem Backofengrill karamelisiert wird. Die Oberfläche darf ruhig braun werden, das soll so sein - wie man sehen kann, hatte ich nicht genügend Geduld. Demnach sag das Ganze dann zwar nicht so toll aus, wie in Portugal, aber geschmeckt, hat es dennoch :)
Sonntag, 1. November 2015
Schokoladenkuchen mit Cheesecakefüllung
Wenn ich bei meinen Eltern zu Hause bin, fühle ich mich oft wie im Schlaraffenland. Die Kühlschränke (richtig, PLURAL!!!) und Küchenschränke sind immer prall gefüllt mit den leckersten Sachen. Ich, die ja ein minimales Entscheidungsproblem hat, komme da manchmal an meine Grenzen, denn bei der Auswahl, die da auf einen wartet, probiert man entweder Alles oder Nichts. Also Alles! Nach ein paar Tagen brauche ich dann auch oft erstmal eine kleine Salatphase ;)
Kürzlich kam es dann aber tatsächlich zum Unvorstellbaren. Ich war vor einiger Zeit bei Pinterest über diesen famosen Schokokuchen mit Cheesecakefüllung von Zucker, Zimt und Liebe gestolpert und wollte mich nach einem arbeitsreichen Tag noch ein wenig in der Küche austoben, um dieses sündige Etwas auftischen zu können - aber die Zartbitterschokolade war aus! Die Süßigkeitenabteilung war vollgestopft mit Cresta-Schoki, verschiedenen Pralinen und 500 g weißer Backschokolade - aber der letzte Rest Zartbitterschokolade war wohl im Croissant-Auflauf gelandet...
Wie gut, dass ich immer meine eigene kleine Schokoladenreserve auf meinem Nachttisch liegen habe. Manchmal (also eigentlich eher öfter) gönne ich mir nämlich ein oder zwei oder drei Stückchen Schokolade als Betthupferl. Mein Vorrat reichte noch genau für das halbe Kuchenrezept, mein Betthupferl würde dann allerdings ausbleiben.
Dass ich mich für diesen Kuchen entschieden habe, war definitiv die richtige Entscheidung! Der Kuchen ist sehr saftig, die Schokoteigmasse nicht zu süß und die Käsekuchenmasse cremig ohne Ende. Ich habe die Cheesecakemasse übrigens nach Rezept gemacht und die Zutaten für den Teig halbiert. Das kann ich auch unbedingt weiterempfehlen!
Kürzlich kam es dann aber tatsächlich zum Unvorstellbaren. Ich war vor einiger Zeit bei Pinterest über diesen famosen Schokokuchen mit Cheesecakefüllung von Zucker, Zimt und Liebe gestolpert und wollte mich nach einem arbeitsreichen Tag noch ein wenig in der Küche austoben, um dieses sündige Etwas auftischen zu können - aber die Zartbitterschokolade war aus! Die Süßigkeitenabteilung war vollgestopft mit Cresta-Schoki, verschiedenen Pralinen und 500 g weißer Backschokolade - aber der letzte Rest Zartbitterschokolade war wohl im Croissant-Auflauf gelandet...
Wie gut, dass ich immer meine eigene kleine Schokoladenreserve auf meinem Nachttisch liegen habe. Manchmal (also eigentlich eher öfter) gönne ich mir nämlich ein oder zwei oder drei Stückchen Schokolade als Betthupferl. Mein Vorrat reichte noch genau für das halbe Kuchenrezept, mein Betthupferl würde dann allerdings ausbleiben.
Dass ich mich für diesen Kuchen entschieden habe, war definitiv die richtige Entscheidung! Der Kuchen ist sehr saftig, die Schokoteigmasse nicht zu süß und die Käsekuchenmasse cremig ohne Ende. Ich habe die Cheesecakemasse übrigens nach Rezept gemacht und die Zutaten für den Teig halbiert. Das kann ich auch unbedingt weiterempfehlen!

Für eine Kastenform schmelzt ihr 100g Zartbitterschokolade mit 125g Butter und lasst die Masse erst einmal ein wenig abkühlen. Nehmt einen Schneebesen und verrührt 175ml Milch mit 150g Zucker. Sobald die Schokoladenmasse abgekühlt ist, könnt ihr sie gemeinsam mit 1 Ei und 15g Backkakao in die Milch rühren. Zum Schluss hebt ihr noch 135g Mehl, vermischt mit 1 TL Backpulver unter.
Heizt den Backofen auf 160 Grad Ober-Unterhitze vor und fettet eine Kastenform ein. Dann könnt ihr für die Käsekuchenmasse 200g Doppelrahmfrischkäse (hier bitte nicht sparen, denn mit fettreduzierten Frischkäse schmeckt es nicht so cremig!) 60g Zucker und 1 Eigelb verrühren. Achtung, hier nicht zu lange rühren, die Masse muss cremig bleiben.
Nun wird zuerst die Hälfte des Schokoteigs in die Kastenform gegossen. Darauf folgt die Cheesecakemasse. Das Kunststück ist nun die Schichten schön zu trennen - sonst sieht euer Kuchen so aus, wie meiner ;)
Dafür ist es wichtig, dass der Rest des Schokokuchenteigs nicht einsackt und leichter ist als die Käsekuchenmasse. Rührt ihn also mit ein wenig Milch grade so "flüssig", dass ihr ihn auf die Cheesecakemasse draufgießen könnt.
Der Kuchen kommt nun für ca. eine Stunde in den Ofen. Vergesst unbedingt die Stäbchenprobe, da der Kuchen, ähnlich wie Brownies, schön klitschig sein sollte. Wenn ihr ihn aus dem Ofen holt, sollte er unbedingt in der Form auskühlen. Am Besten schmeckt er, wenn er eine Nacht im Kühlschrank ziehen durfte.
Montag, 19. Oktober 2015
Croissant-Auflauf zum Reinlegen
Kennt ihr diese Gerichte, in denen einfach lauter Lieblingszutaten drin sind, die alle alleine schon so unverschämt lecker und unverschämt ungesund sind, dass man schon beim Gedanken daran zunimmt?
Ein absoluter Meister in der Kreation solcher Rezepte ist Jamie Oliver! Seit ich regelmäßig in der Küche stehe, war er eine meiner Inspirationsquellen. Überhaupt könnte ich sogar so weit gehen und sagen, dass er mich dazu gebracht hat, mich an den Herd zu stellen, schließlich habe ich mir als fauler Teenager jeden Samstagmorgen seine TV-Kochkünste angesehen - bis ich dann irgendwann genug vom zugucken hatte...
Neben den diversen Jamie Kochbüchern, die sich bei uns im Regal stapeln, haben wir, als treue LECKER-Leser auch zahlreiche Magazine mit einigen seiner Rezepte (die wurden nämlich vor vielen vielen Jahren einmal dort abgedruckt).
Eines dieser Magazine ist schon recht abgegriffen, denn es wird immer mal wieder rausgeholt - dann gibt es nämlich Jamie's Croissant Auflauf! Ein Gericht mit dem jeder noch so miese Tag gerettet werden kann. Lauter gute Zutaten in einer Auflaufform: Croissants, Creme Double, Orange und viel Schokolade!
Wer mag, isst den Auflauf noch lau warm. Ich warte am liebsten ab, bis er abgekühlt ist, denn dann ist die Schokolade wieder hart und das schmeckt in Verbindung mit den weichen Croissants und der fruchtigen Orangennote einfach unbezahltbar gut!
Das Foto wird diesem famosen Gericht leider überhaupt gar nicht gerecht! Deswegen solltet ihr es einfach selber ausprobieren und im siebten Nachtisch-Himmel schweben!
Heizt den Backofen auf 150° Umluft vor. Halbiert 4 Croissants waagerecht, bestreicht die Hälften mit Butter und schichtet die Hälften in eine eingefettete, mittelgroße Auflaufform. Hackt 150g Zartbitterschokolade und verteilt sie zwischen und über den Croissants. Danach verrührt ihr 3 Eier mit 50g Zucker, 1/4 Liter Milch, 250g Crème Double und der abgeriebenen Schale von einer Orange. Orange Back tut es auch :) Die Eiermilch gießt ihr dann über die Croissants und drückt diese noch einmal gut in die Mischung. Das Ganze kann jetzt für 25 Minuten in den Backofen.
In der Zwischenzeit müsst ihr 2-3 EL Mandelblättchen kurz unter kaltem Wasser abspülen und mit 1 EL Puderzucker vermischen. Wenn die 25 Minuten rum sind, kommen die Mandeln als Streusel auf den Auflauf und werden noch einmal 10 Minuten mitgebacken.
Wer nicht warten will, darf sofort testen. Oder aber ihr lasst den Auflauf gut auskühlen und im Kühlschrank fest werden. Ich persönlich esse ihn einfach warm und kalt ;)
Ein absoluter Meister in der Kreation solcher Rezepte ist Jamie Oliver! Seit ich regelmäßig in der Küche stehe, war er eine meiner Inspirationsquellen. Überhaupt könnte ich sogar so weit gehen und sagen, dass er mich dazu gebracht hat, mich an den Herd zu stellen, schließlich habe ich mir als fauler Teenager jeden Samstagmorgen seine TV-Kochkünste angesehen - bis ich dann irgendwann genug vom zugucken hatte...
Neben den diversen Jamie Kochbüchern, die sich bei uns im Regal stapeln, haben wir, als treue LECKER-Leser auch zahlreiche Magazine mit einigen seiner Rezepte (die wurden nämlich vor vielen vielen Jahren einmal dort abgedruckt).
Eines dieser Magazine ist schon recht abgegriffen, denn es wird immer mal wieder rausgeholt - dann gibt es nämlich Jamie's Croissant Auflauf! Ein Gericht mit dem jeder noch so miese Tag gerettet werden kann. Lauter gute Zutaten in einer Auflaufform: Croissants, Creme Double, Orange und viel Schokolade!
Wer mag, isst den Auflauf noch lau warm. Ich warte am liebsten ab, bis er abgekühlt ist, denn dann ist die Schokolade wieder hart und das schmeckt in Verbindung mit den weichen Croissants und der fruchtigen Orangennote einfach unbezahltbar gut!
Das Foto wird diesem famosen Gericht leider überhaupt gar nicht gerecht! Deswegen solltet ihr es einfach selber ausprobieren und im siebten Nachtisch-Himmel schweben!
Heizt den Backofen auf 150° Umluft vor. Halbiert 4 Croissants waagerecht, bestreicht die Hälften mit Butter und schichtet die Hälften in eine eingefettete, mittelgroße Auflaufform. Hackt 150g Zartbitterschokolade und verteilt sie zwischen und über den Croissants. Danach verrührt ihr 3 Eier mit 50g Zucker, 1/4 Liter Milch, 250g Crème Double und der abgeriebenen Schale von einer Orange. Orange Back tut es auch :) Die Eiermilch gießt ihr dann über die Croissants und drückt diese noch einmal gut in die Mischung. Das Ganze kann jetzt für 25 Minuten in den Backofen.
In der Zwischenzeit müsst ihr 2-3 EL Mandelblättchen kurz unter kaltem Wasser abspülen und mit 1 EL Puderzucker vermischen. Wenn die 25 Minuten rum sind, kommen die Mandeln als Streusel auf den Auflauf und werden noch einmal 10 Minuten mitgebacken.
Wer nicht warten will, darf sofort testen. Oder aber ihr lasst den Auflauf gut auskühlen und im Kühlschrank fest werden. Ich persönlich esse ihn einfach warm und kalt ;)
Montag, 28. September 2015
Meine liebste Kürbissuppe (vegan)
Ich finde ja, es gibt zwei Kategorien von Menschen. Sommer- und Wintermenschen.
Bei mir ist das ein klarer Fall: ich bin DER Sommermensch überhaupt! Noch schlimmer, meine Laune ist absolut wetterabhängig.
Kommt die Sonne raus, kann mir so schnell keiner mehr den Tag verderben - ist der Himmel tagelang grau und will es nicht aufhören zu regnen, dann würde ich mir lieber nicht begegnen!
So sehr ich mich jedes Jahr darauf freue, meine Flip Flops und Sommerkleider rauszuholen, das erste Eis zu essen, mit kurzen Laufsachen am Rhein joggen zu gehen oder beim Picknicken Kirschkernweitspucken zu spielen (leider gehe ich nur selten picknicken und Kirschkernweitspucken, tue ich auch nie, aber Kirschen esse ich für mein Leben gerne! ;)) - es gibt auch einige Dinge, die ich an der kalten Jahreszeit schätze.
Bei eisigen Temperaturen und Sonnenschein ganz dick eingepackt einen Spaziergang zu machen, vor dem Kamin zu sitzen und Erdnüsse zu schälen, selbstgemachten Glühwein zu trinken, durch die Stadt zu schlendern, während überall Weihnachtsdeko hängt und "Last Christmas" aus den Boxen tönt... und Kürbissuppe!!!
Es hat knapp 25 Jahre gedauert, bist ich endlich vernünftig geworden und auf den Geschmack gekommen bin. Wahrscheinlich koche ich auch deswegen in der Kürbissaison so oft Kürbissuppe, weil ich einfach sehr viel nachzuholen habe - oder/und weil dieses Rezept so lecker ist.
Ich habe nun schon mehrere neue Varianten ausprobiert, auf Kartoffelbasis oder mit Kokosmilch - letzten Endes bin ich jedoch immer wieder zu meinem Standardrezept zurückgekommen. Abgesehen davon, dass die Suppe einfach super lecker ist, ist die Zutatenliste wirklich überschaubar und außerdem noch sehr gesund! Wer die Butter durch Margarine oder Kokosöl ersetzt, kann so sogar ein veganes Süppchen zaubern.
Das Rezept habe ich übrigens von meiner lieben Mutti, die es irgendwo einmal handschriftlich abgeheftet hat. Wo es also ursprünglich herkommt, keine Ahnung!
Ich mache die Suppe eigentlich fast immer aus Hokkaido-Kürbis. Für 1 kleinen Kürbis braucht man außerdem 1 kleine Zwiebel oder Schalotte, 2 Möhren, 1 kleinen, säuerlichen Apfel und eine halbe entkernte Papaya.
Den Kürbis abwaschen, und das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Die Möhren, den Apfel und die Papaya schälen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und klein würfeln.
1 EL Butter (Veganer nehmen ein anderes Fett nach Wahl) in einem großen Top zerlassen und die Zwiebeln anschwitzen. Obst und Gemüse dazu geben und grade soviel Hühner- oder (für die vegane Alternative) Gemüsebrühe zugießen, dass die Zutaten bedeckt sind. Ich gieße meist erst das Wasser an und gebe dann nur sehr wenig Instantbrühe dazu (vielleicht 1 TL auf 500 ml Wasser).
Nun alles für ca. 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend einen großen Schuss weißen Balsamico Essig dazu gießen und mit einem Pürierstab pürieren. Die Suppe wird noch sehr dickflüssig sein. Wer will kann noch Wasser oder (Soja-)Sahne dazu geben.
Ich verfeinere die Suppe außerdem vor dem Pürieren immer mit einem guten Schuss Orangensaft, gemahlenen Chilischoten und geriebenem Ingwer. Wie viel man hier nimmt, ist Geschmackssache.
Wenn ich mal einen großen Kürbis habe, aber nicht gleich die doppelte Menge kochen will, verwende ich den Rest vom Kürbisfleisch übrigens von Kürbispommes. Dazu einfach den Kürbis in Schnitze schneiden, mit Öl, Salz und Gewürzen nach Wahl mischen und auf dem Blech im Backofen backen.
Bei mir ist das ein klarer Fall: ich bin DER Sommermensch überhaupt! Noch schlimmer, meine Laune ist absolut wetterabhängig.
Kommt die Sonne raus, kann mir so schnell keiner mehr den Tag verderben - ist der Himmel tagelang grau und will es nicht aufhören zu regnen, dann würde ich mir lieber nicht begegnen!
So sehr ich mich jedes Jahr darauf freue, meine Flip Flops und Sommerkleider rauszuholen, das erste Eis zu essen, mit kurzen Laufsachen am Rhein joggen zu gehen oder beim Picknicken Kirschkernweitspucken zu spielen (leider gehe ich nur selten picknicken und Kirschkernweitspucken, tue ich auch nie, aber Kirschen esse ich für mein Leben gerne! ;)) - es gibt auch einige Dinge, die ich an der kalten Jahreszeit schätze.
Bei eisigen Temperaturen und Sonnenschein ganz dick eingepackt einen Spaziergang zu machen, vor dem Kamin zu sitzen und Erdnüsse zu schälen, selbstgemachten Glühwein zu trinken, durch die Stadt zu schlendern, während überall Weihnachtsdeko hängt und "Last Christmas" aus den Boxen tönt... und Kürbissuppe!!!
Es hat knapp 25 Jahre gedauert, bist ich endlich vernünftig geworden und auf den Geschmack gekommen bin. Wahrscheinlich koche ich auch deswegen in der Kürbissaison so oft Kürbissuppe, weil ich einfach sehr viel nachzuholen habe - oder/und weil dieses Rezept so lecker ist.
Ich habe nun schon mehrere neue Varianten ausprobiert, auf Kartoffelbasis oder mit Kokosmilch - letzten Endes bin ich jedoch immer wieder zu meinem Standardrezept zurückgekommen. Abgesehen davon, dass die Suppe einfach super lecker ist, ist die Zutatenliste wirklich überschaubar und außerdem noch sehr gesund! Wer die Butter durch Margarine oder Kokosöl ersetzt, kann so sogar ein veganes Süppchen zaubern.
Das Rezept habe ich übrigens von meiner lieben Mutti, die es irgendwo einmal handschriftlich abgeheftet hat. Wo es also ursprünglich herkommt, keine Ahnung!
Ich mache die Suppe eigentlich fast immer aus Hokkaido-Kürbis. Für 1 kleinen Kürbis braucht man außerdem 1 kleine Zwiebel oder Schalotte, 2 Möhren, 1 kleinen, säuerlichen Apfel und eine halbe entkernte Papaya.
Den Kürbis abwaschen, und das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Die Möhren, den Apfel und die Papaya schälen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und klein würfeln.
1 EL Butter (Veganer nehmen ein anderes Fett nach Wahl) in einem großen Top zerlassen und die Zwiebeln anschwitzen. Obst und Gemüse dazu geben und grade soviel Hühner- oder (für die vegane Alternative) Gemüsebrühe zugießen, dass die Zutaten bedeckt sind. Ich gieße meist erst das Wasser an und gebe dann nur sehr wenig Instantbrühe dazu (vielleicht 1 TL auf 500 ml Wasser).
Nun alles für ca. 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend einen großen Schuss weißen Balsamico Essig dazu gießen und mit einem Pürierstab pürieren. Die Suppe wird noch sehr dickflüssig sein. Wer will kann noch Wasser oder (Soja-)Sahne dazu geben.
Ich verfeinere die Suppe außerdem vor dem Pürieren immer mit einem guten Schuss Orangensaft, gemahlenen Chilischoten und geriebenem Ingwer. Wie viel man hier nimmt, ist Geschmackssache.
Wenn ich mal einen großen Kürbis habe, aber nicht gleich die doppelte Menge kochen will, verwende ich den Rest vom Kürbisfleisch übrigens von Kürbispommes. Dazu einfach den Kürbis in Schnitze schneiden, mit Öl, Salz und Gewürzen nach Wahl mischen und auf dem Blech im Backofen backen.
Sonntag, 13. September 2015
Eine Reise an die Algarve
Lange war es ruhig bei mir. Das liegt sicherlich nicht nur an dem Stapel an Arbeit, der seit Wochen nicht weniger werden will, sondern auch daran, dass ich mal Urlaub machen musste. Urlaub, das heißt für mich: Sonne, Strand und Meer, gut Essen, viel Lesen, noch mehr Schlafen, nicht erreichbar sein, einfach Abschalten und den Alltag auf Hold setzen - das Eine gelingt besser, als das Andere ;)
Während die Sommerferien mehr als 20 Jahre immer wieder auf Sardinien verbracht haben, wurde es irgendwann Zeit für Etwas Neues. Seit einigen Jahren ist die Algarve unser Sommerdomizil. Die anfängliche Skepsis ist schnell der Begeisterung gewichen (okay, ich gebe zu: Pasta, Pizza und Gelati fehlen mir schon ein Wenig...)
Da ich schon des Öfteren von Freunden zu meinen Lieblingsspots in Portugal gefragt worden bin und auch in den sozialen Netzwerken immer häufiger von geplanten Reisen an die Algarve lese, wollte ich meine Tipps gerne hier mit euch teilen. Da ich, wie oben bereits geschrieben, im Urlaub nicht sonderlich aktiv bin, gibt es hauptsächlich Strand- und Restaurant-Empfehlungen von mir :)
Very british!
Wer noch nie an der Algarve war und eine Reise hierhin plant, sollte zunächst einmal wissen, dass insbesondere Engländer Gefallen an der Region gefunden haben. Ein guter Urlaub zeichnet sich für mich oft dadurch aus, dass ich um mich herum möglichst wenig verstehe, sprich: je weniger Deutsche, desto besser.
Viel Deutsch hört man an der Algarve zwar nicht, dafür umso mehr Englisch! Sogar so viel, dass die Restaurants vor Ort nicht nur ihre Speisekarten sondern ihr komplettes kulinarisches Angebot nach dem britischen Volk ausrichten. Versteht mich nicht falsch - ich mag England und auch die Engländer, ich mag auch die britische Küche (manchmal!), aber eben nicht in Portugal.
Glücklicherweise gibt es aber immer noch Orte, die weniger touristisch besiedelt sind und auch Restaurants, die ihrem landestypischen Angebot treu bleiben!
Nicht ohne Auto
Wer nicht gerade in einem 5* Resort eine Woche lang die Füße hochlegen, sondern auch Etwas mehr als den Hotelpool sehen möchte, braucht unbedingt ein Auto. Ich habe selten eine Region gesehen, die so vielseitig ist, wie die Algarve. Lange breite Sandstrände sind hier nur wenige Kilometer getrennt von kleinen idyllischen Buchten. Große Shopping-Malls wurden unweit von pitoresken Örtchen hochgezogen, unkonventionelle Surfer-und Hippie-Orte schmücken die Westküste, während im Süden Portugals der Tourismus boomt. Wer ein Auto hat, kann jeden Tag etwas Anderes sehen. Bei schlechterem Wetter im Osten, ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass man 30 Autominuten westlicher den blauen Himmel genießen kann.
Von Ost nach West
Da wir in der Nähe Carvoeiros wohnen, fahren wir täglich andere Strände an. Je nach Jahreszeit und Saison, sind es die kleinen Buchten, die uns insbesondere im Frühling und Herbst anlocken. Denn während man auf der Straße mit ohne Jacke sogar fröstelt, kann man in den Buchten sogar im Bikini liegen (nur das Baden im Meer würde ich zu dieser Zeit niemandem empfehlen!). Hier liegt man windgeschützt und in der Nebensaison auch in Ruhe. Es kann sogar vorkommen, dass man eine Bucht ganz für sich alleine hat.
Im Hochsommer ist es in den Buchten nur selten auszuhalten. Das liegt zum Einen daran, dass hier in der Ferienzeit immer reger Betrieb herrscht, zum Anderen weht oft kein Lüftchen, so dass die Hitze einen fertig macht. Deswegen ist es zwischen Juni und September an den langen Stränden wesentlich angenehmer.
Praia da Galé
Der erste Strand, den ich euch vorstellen möchte, ist der Praia da Galé, nicht unweit der Touristenhochburg Albufeira. Der Strandabschnitt besteht aus einer sehr einzigartigen Felsformation die bei Flut viele kleine Buchten schaffen. Es gibt einen Parkplatz oberhalb des Strands und einen "Trampelpfad" der oberhalb der Felsformation zu den einzelnen Abschnitten führt. Man kann hier einfach so weit laufen, bis man einen Platz gefunden hat, an dem man bleiben möchte. Am Parkplatz, zu Beginn des Strandes, gibt es ein Restaurant, das Pedras Amarelas, mit einem Outdoorbereich, der eine Mischung aus Bistro und Bar darstellt. Die Gastronomie war früher mal sehr gut, mittlerweile ist es nicht mehr sehr landestypisch. Man bekommt hier Sandwiches, Burger und Salate, kann aber auch nur für einen Café, ein Eis oder eine Sangria im Schatten von der Sonne eine Pause machen.
Praia Grande
Der Praia Grande ist ein langer breiter Strandabschnitt zwischen Armacao de Péra und Galé. Er bietet viele verschiedene Zugangsmöglichkeiten. Zum Einen kann man von Armacao de Péra direkt einen Spaziergang am Strand entlang starten und so weit Laufen, wie man mag. Oder man fährt mit dem Auto von Armacao de Péra in Richtung Galé. Auf halber Strecke gibt es ein Golfhotel, das Salgados Palace. Der gut besuchte Strandabschnitt, der Praia dos Salgados, ist ausgeschildert. Hier gibt es einen großen Parkplatz und ein Strandrestaurant mit angesiedelter Beachbar. Auf dem Weg hierhin führen außerdem einige Stichstraßen zu den weniger gut besuchten Strandabschnitten und einem sehr netten kleinen Restaurant an Meer: Carlos Beach Bar (ebenfalls ausgeschildert).
Das Restaurant wird von Carlo und seiner Frau geführt - wobei der Chef lieber mit seinem Cognacschwenker am Grill steht, während seine Frau den Service schmeißt. Hier bekommt man leckeren frischen Fisch, oder aber einen einfachen Thunfischsalat für den kleinen Hunger - der besteht tatsächlich nur aus Eisbergsalat, Tomate, einem hartgekochten Ei und einer halben Dose Thunfisch (aber besser einfach und sättigend, als fancy und übersichtlich ;)).
Wir essen gerne die Sardinen, die mit einer schönen Salzkruste, ein paar Kartoffeln und Tomatensalat serviert werden. Einfaches ehrliches Essen!
Durch Zufall habe ich übrigens hier einen kleinen Beitrag über Carlos Beach Bar gefunden, wo es noch ein paar Bilder mehr zu sehen gibt.
Armacao de Péra
Armacao de Péra ist ein ehemaliges Fischerdorf. Als ich zum durch das Örtchen gefahren bin, dachte ich nur "oh mein Gott...". Hier steht ein Hochhaus neben dem Anderen und in der Nebensaison, wenn die Appartments alle unbewohnt sind, sieht es aus, wie eine Geisterstadt. In der Hauptsaison tummeln sich hier jedoch umso mehr Leute - Einheimische sowie - na was wohl - Engländer... Deswegen gibt es in Armacao de Péra auch einige "Restaurants" und Bars, die ebenfalls gut an den britischen Ballermannort Magaluf passen würden. Aber eben nicht nur!
Am Ende der Strandpromenade, direkt auf dem Sand gebaut, steht eines unserer Lieblingslokale, das Estrella do Mar. Von außen sehr unscheinbar und nicht unbedingt einladend auf den ersten Blick, findet man hier authentische, einfache, portugiesische Küche und eine recht kleine, konstante Speisekarte, die hauptsächlich gegrillten Fisch aufweist.
In der Nebensaison wird hier ein Touristenmenü angeboten, das für knapp 12€ pro Person, Vor-, Haupt-und Nachspeise sowie Wein und Wasser beinhaltet. Hier ist es nicht nur günstig sondern auch gleich bleibend gut!
Ein weiterer Tipp ist das Krabbenmenü für 2 Personen. Zur Vorspeise bekommt man gebratene Gambas mit Knoblauch. Das Hauptgericht klingt vielleicht etwas seltsam - Feijoada ist ein Eintopf auf weißen Bohnen, Tomaten und Gambas - aber es ist SO LECKER! Dazu wird Reis gereicht, der bleibt von uns jedoch fast immer unangetastet, da der Eintopf schon sehr ausreichend und sättigend ist. Das Dessert darf man frei aus der Karte auswählen.
Sehr gut sind auch die gegrillten Fischfilets, die immer mit Salzkartoffeln und Salada Algarvia (Tomate, Gurke, Zwiebeln, Essig und Öl) serviert werden. Die Dorade ist mein absoluter Evergreen und wer gern Thunfisch isst, sollte ihn hier unbedingt testen. Noch nie in meinem Leben habe ich einen so auf den Punkt gegrillten und perfekt gewürzten Thunfisch probiert!
Als ich dem Inhaber einmal sagte, dass ich sein Restaurant uneingeschränkt empfehlen würde, sagte er mir (bzw. ein Aushilfskellner der glücklicherweise Englisch sprach, denn der Chef selber ist durch und durch Portugiese), dass fast ausschließlich Einheimische hier essen kämen und dass sie lieber ein "Geheimtipp" bleiben würden. Und wir alle wissen ja - wo Einheimische hin gehen, ist das Essen gut!
Da das Estrella do Mar also ein Geheimtipp ist, findet man es auch nicht bei Google. Ihr könnt euch auf Maps jedoch am Arte Náutica Beach Restaurant orientieren. Im Kreisverkehr ist das Restaurant nicht zu übersehen!
Während die Sommerferien mehr als 20 Jahre immer wieder auf Sardinien verbracht haben, wurde es irgendwann Zeit für Etwas Neues. Seit einigen Jahren ist die Algarve unser Sommerdomizil. Die anfängliche Skepsis ist schnell der Begeisterung gewichen (okay, ich gebe zu: Pasta, Pizza und Gelati fehlen mir schon ein Wenig...)
Da ich schon des Öfteren von Freunden zu meinen Lieblingsspots in Portugal gefragt worden bin und auch in den sozialen Netzwerken immer häufiger von geplanten Reisen an die Algarve lese, wollte ich meine Tipps gerne hier mit euch teilen. Da ich, wie oben bereits geschrieben, im Urlaub nicht sonderlich aktiv bin, gibt es hauptsächlich Strand- und Restaurant-Empfehlungen von mir :)
Very british!
Wer noch nie an der Algarve war und eine Reise hierhin plant, sollte zunächst einmal wissen, dass insbesondere Engländer Gefallen an der Region gefunden haben. Ein guter Urlaub zeichnet sich für mich oft dadurch aus, dass ich um mich herum möglichst wenig verstehe, sprich: je weniger Deutsche, desto besser.
Viel Deutsch hört man an der Algarve zwar nicht, dafür umso mehr Englisch! Sogar so viel, dass die Restaurants vor Ort nicht nur ihre Speisekarten sondern ihr komplettes kulinarisches Angebot nach dem britischen Volk ausrichten. Versteht mich nicht falsch - ich mag England und auch die Engländer, ich mag auch die britische Küche (manchmal!), aber eben nicht in Portugal.
Glücklicherweise gibt es aber immer noch Orte, die weniger touristisch besiedelt sind und auch Restaurants, die ihrem landestypischen Angebot treu bleiben!
Nicht ohne Auto
Wer nicht gerade in einem 5* Resort eine Woche lang die Füße hochlegen, sondern auch Etwas mehr als den Hotelpool sehen möchte, braucht unbedingt ein Auto. Ich habe selten eine Region gesehen, die so vielseitig ist, wie die Algarve. Lange breite Sandstrände sind hier nur wenige Kilometer getrennt von kleinen idyllischen Buchten. Große Shopping-Malls wurden unweit von pitoresken Örtchen hochgezogen, unkonventionelle Surfer-und Hippie-Orte schmücken die Westküste, während im Süden Portugals der Tourismus boomt. Wer ein Auto hat, kann jeden Tag etwas Anderes sehen. Bei schlechterem Wetter im Osten, ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass man 30 Autominuten westlicher den blauen Himmel genießen kann.
Von Ost nach West
Da wir in der Nähe Carvoeiros wohnen, fahren wir täglich andere Strände an. Je nach Jahreszeit und Saison, sind es die kleinen Buchten, die uns insbesondere im Frühling und Herbst anlocken. Denn während man auf der Straße mit ohne Jacke sogar fröstelt, kann man in den Buchten sogar im Bikini liegen (nur das Baden im Meer würde ich zu dieser Zeit niemandem empfehlen!). Hier liegt man windgeschützt und in der Nebensaison auch in Ruhe. Es kann sogar vorkommen, dass man eine Bucht ganz für sich alleine hat.
Im Hochsommer ist es in den Buchten nur selten auszuhalten. Das liegt zum Einen daran, dass hier in der Ferienzeit immer reger Betrieb herrscht, zum Anderen weht oft kein Lüftchen, so dass die Hitze einen fertig macht. Deswegen ist es zwischen Juni und September an den langen Stränden wesentlich angenehmer.
Praia da Galé
Der erste Strand, den ich euch vorstellen möchte, ist der Praia da Galé, nicht unweit der Touristenhochburg Albufeira. Der Strandabschnitt besteht aus einer sehr einzigartigen Felsformation die bei Flut viele kleine Buchten schaffen. Es gibt einen Parkplatz oberhalb des Strands und einen "Trampelpfad" der oberhalb der Felsformation zu den einzelnen Abschnitten führt. Man kann hier einfach so weit laufen, bis man einen Platz gefunden hat, an dem man bleiben möchte. Am Parkplatz, zu Beginn des Strandes, gibt es ein Restaurant, das Pedras Amarelas, mit einem Outdoorbereich, der eine Mischung aus Bistro und Bar darstellt. Die Gastronomie war früher mal sehr gut, mittlerweile ist es nicht mehr sehr landestypisch. Man bekommt hier Sandwiches, Burger und Salate, kann aber auch nur für einen Café, ein Eis oder eine Sangria im Schatten von der Sonne eine Pause machen.
Praia Grande
Der Praia Grande ist ein langer breiter Strandabschnitt zwischen Armacao de Péra und Galé. Er bietet viele verschiedene Zugangsmöglichkeiten. Zum Einen kann man von Armacao de Péra direkt einen Spaziergang am Strand entlang starten und so weit Laufen, wie man mag. Oder man fährt mit dem Auto von Armacao de Péra in Richtung Galé. Auf halber Strecke gibt es ein Golfhotel, das Salgados Palace. Der gut besuchte Strandabschnitt, der Praia dos Salgados, ist ausgeschildert. Hier gibt es einen großen Parkplatz und ein Strandrestaurant mit angesiedelter Beachbar. Auf dem Weg hierhin führen außerdem einige Stichstraßen zu den weniger gut besuchten Strandabschnitten und einem sehr netten kleinen Restaurant an Meer: Carlos Beach Bar (ebenfalls ausgeschildert).
Das Restaurant wird von Carlo und seiner Frau geführt - wobei der Chef lieber mit seinem Cognacschwenker am Grill steht, während seine Frau den Service schmeißt. Hier bekommt man leckeren frischen Fisch, oder aber einen einfachen Thunfischsalat für den kleinen Hunger - der besteht tatsächlich nur aus Eisbergsalat, Tomate, einem hartgekochten Ei und einer halben Dose Thunfisch (aber besser einfach und sättigend, als fancy und übersichtlich ;)).
Wir essen gerne die Sardinen, die mit einer schönen Salzkruste, ein paar Kartoffeln und Tomatensalat serviert werden. Einfaches ehrliches Essen!
Durch Zufall habe ich übrigens hier einen kleinen Beitrag über Carlos Beach Bar gefunden, wo es noch ein paar Bilder mehr zu sehen gibt.
Armacao de Péra
Armacao de Péra ist ein ehemaliges Fischerdorf. Als ich zum durch das Örtchen gefahren bin, dachte ich nur "oh mein Gott...". Hier steht ein Hochhaus neben dem Anderen und in der Nebensaison, wenn die Appartments alle unbewohnt sind, sieht es aus, wie eine Geisterstadt. In der Hauptsaison tummeln sich hier jedoch umso mehr Leute - Einheimische sowie - na was wohl - Engländer... Deswegen gibt es in Armacao de Péra auch einige "Restaurants" und Bars, die ebenfalls gut an den britischen Ballermannort Magaluf passen würden. Aber eben nicht nur!
Am Ende der Strandpromenade, direkt auf dem Sand gebaut, steht eines unserer Lieblingslokale, das Estrella do Mar. Von außen sehr unscheinbar und nicht unbedingt einladend auf den ersten Blick, findet man hier authentische, einfache, portugiesische Küche und eine recht kleine, konstante Speisekarte, die hauptsächlich gegrillten Fisch aufweist.
In der Nebensaison wird hier ein Touristenmenü angeboten, das für knapp 12€ pro Person, Vor-, Haupt-und Nachspeise sowie Wein und Wasser beinhaltet. Hier ist es nicht nur günstig sondern auch gleich bleibend gut!
Ein weiterer Tipp ist das Krabbenmenü für 2 Personen. Zur Vorspeise bekommt man gebratene Gambas mit Knoblauch. Das Hauptgericht klingt vielleicht etwas seltsam - Feijoada ist ein Eintopf auf weißen Bohnen, Tomaten und Gambas - aber es ist SO LECKER! Dazu wird Reis gereicht, der bleibt von uns jedoch fast immer unangetastet, da der Eintopf schon sehr ausreichend und sättigend ist. Das Dessert darf man frei aus der Karte auswählen.
Sehr gut sind auch die gegrillten Fischfilets, die immer mit Salzkartoffeln und Salada Algarvia (Tomate, Gurke, Zwiebeln, Essig und Öl) serviert werden. Die Dorade ist mein absoluter Evergreen und wer gern Thunfisch isst, sollte ihn hier unbedingt testen. Noch nie in meinem Leben habe ich einen so auf den Punkt gegrillten und perfekt gewürzten Thunfisch probiert!
Als ich dem Inhaber einmal sagte, dass ich sein Restaurant uneingeschränkt empfehlen würde, sagte er mir (bzw. ein Aushilfskellner der glücklicherweise Englisch sprach, denn der Chef selber ist durch und durch Portugiese), dass fast ausschließlich Einheimische hier essen kämen und dass sie lieber ein "Geheimtipp" bleiben würden. Und wir alle wissen ja - wo Einheimische hin gehen, ist das Essen gut!
Da das Estrella do Mar also ein Geheimtipp ist, findet man es auch nicht bei Google. Ihr könnt euch auf Maps jedoch am Arte Náutica Beach Restaurant orientieren. Im Kreisverkehr ist das Restaurant nicht zu übersehen!
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