Montag, 27. Oktober 2014

Wenn das Bäuchlein plötzlich nach Brownie-Cookies schreit...

Normalerweise findet der Backprozess bei mir in folgender Reihenfolge statt: 
  1. es gibt einen Anlass zum Backen/ ich bekomme einen Auftrag 
  2. ich verbringe zahlreiche schlaflose Nächte damit das WWW nach DEM optimalen Rezept zu durchforsten
  3. ich kann mich natürlich nicht entscheiden und mache eine Mischung aus allem
  4. ich bin unzufrieden mit meinem selbstkreierten Backwerk und schwöre mir in Zukunft nur noch nach bereits erprobtem Rezept zu backen
Aber da bei mir nicht immer alles normal zugeht, kommt es manchmal doch anders... So wie neulich. Da stand ich unter der Dusche und musste plötzlich an Brownie-Cookies denken. Jeder hat ja so sein Örtchen, an dem ihm die besten Einfälle kommen - bei mir ist das die Dusche! Es gibt Schlimmeres ;)
Warum ich gerade an Brownie-Cookies denken musste, frage ich mich bis heute. Denn schließlich hatte ich jemals welche gebacken noch irgendwo schon einmal solche Kekse gegessen.
Ein Grund mehr Google zu fragen, ob es vielleicht noch mehr Leute gibt, die schon auf diese Idee gekommen sind.
Glücklicherweise bin ich dann doch sehr schnell fündig geworden und zwar beim Knusperstübchen. Als ich mich durch den Artikel scrollte und diese saftigen Cookies auf den Fotos sah, fiel es mir dann doch wieder wie Schuppen von den Augen. Denn da ich das Knusperstübchen schon seit Längerem auch auf Instagram folge, waren mir die Brownie-Cookies ohne Zweifel schon einmal über den Weg gelaufen. 
Meine bahnbrechende Idee unter der Dusche stellte sich also als kleines Déjà-Vue-Erlebnis heraus, was auch nicht weiter tragisch ist, denn schließlich habe ich so Punkt 1-4 meines problematischen Backprozesses einfach übersprungen und die mit Abstand besten Brownie-Cookies gebacken, die man backen kann. Sie sind sogar besser geworden, als jeder Brownie, den ich jemals gebacken habe, denn die werden meistens zu durchgebacken oder zu roh. 
Aber wenn man die Backzeit bei den Cookies auch brav einhält und sie auf dem Blech abkühlen lässt, bekommt man innerhalb kürzester Zeit DIE perfekten Brownie-Cookies: Außen knusprig, innen soft und chewy. LECKER!



Einen Fehler muss ich mir allerdings zugestehen: ich habe nur das halbe Rezept gemacht, so dass die Cookies es nicht einmal 24h überlebt haben. Ein Grund mehr mich bald wieder an den Ofen zu stellen!!!



Für ca. 20 Cookies lasst ihr 225 g Zartbitterschoki mit 30 g Butter gemeinsam schmelzen. Da ich faul bin, mache ich es immer in der Mikrowelle auf niedriger Temperatur. Wer nicht so faul ist, macht es im Wasserbad. Dann werden 2 Eier mit 160 g Zucker sehr schaumig geschlagen. Je heller die Masse, desto besser! Die Schokolade wird nun gut eingerührt. Mischt 60 g Mehl mit 1/4 TL Backpulver und 1 Prise Salz und hebt das Mehl unter das Schokoladengemisch. Ich mache das immer mit einem großen Löffel und rühre grade so lange, dass die feuchten und die trockenen Zutaten vermischt sind. Nun könnt ihr noch gehackte Schokolade oder Nüsse nach Wahl unter den Teig heben.

Mit 2 Esslöffeln werden nun kleine Häufchen abgestochen, die möglichst in Kugelform aufs Backblech kommen. Da der Teig sehr klebrig ist, ist das nicht sehr einfach, aber auch nicht zwingend notwendig, da die Kekse eh auseinanderlaufen, wie sie Lust haben. Deswegen solltet ihr auch ordentlich Platz zwischen den einzelnen Teilhäufchen lassen. 
Die Cookies kommen bei 175 Grad Umluft für 10 Minuten in den Ofen. Auch wenn sie dann noch nicht fertig aussehen, müsst ihr sie unbedingt rausholen, denn sie backen noch nach.

Gut abkühlen lassen und erst dann vom Blech nehmen und vernaschen.

Montag, 6. Oktober 2014

Schokorestekuchen ohne Schokoreste

Jede Familie hat so ihre Standartrezepte. Die weltbesten Pfannkuchen, wie Mutti sie immer gemacht hat, habe ich hier schon verbloggt und wenn ich so darüber nachdenke, dann gehören auch die Sommernudeln zu unserem Standartrepertoire... und die Cookies. Und ich bin sicher, dass noch viele Weitere folgen werden!
Man könnte also meinen, ich probiere nichts Neues aus. Das stimmt nicht so ganz. Man könnte sagen, ich nehme mir oft vor Neues auszuprobieren. Kochzeitschriften und Kochbücher sind ein Sammelsurium an Lesezeichen, meine Bookmarks kann ich auch schon nicht mehr zählen und ich habe auch noch einen Ordner in dem alle Screenshots von ausprobier-würdigen Rezepten landen.

Aber da ich ja bekannterweise zu den absoluten Entscheidungsphobikern gehöre - das Wort gibts übrigens wirklich! laut google eine Volkskrankheit, also gar nicht mal so schlimm ;) - bleibe ich dann meistens doch bei Altbekanntem, denn dann weiß ich wenigstens, dass es gut wird werden sollte.

Der Schokorestekuchen gehört definitiv zu den Top 5 Backwerken. Der Name lässt zwar darauf schließen, dass er der Schokoresteverwertung gilt... aber abgesehen davon, dass es in meinem Haushalt keine Schokoreste geben könnte (hier habe ich ja schon erzählt, warum), ist er so lecker, dass man ruhig mal extra Schokolade für ihn kaufen sollte.
Vermutlich haben alle meine Freunde, die jemals einen Geburtstagskuchen von mir bekommen haben, schonmal einen Schokorestekuchen bekommen. Sei es in Herzform, als Gugl, in Gestalt von Muffins oder oder oder... Hauptsache es war schön viel Schoko drin und drauf. Früher habe ich den Kuchen auch nur gebacken, weil er so toll verziert werden konnte. Zweifarbige Schokoglasur, bunte Streusel, Raspelschokolade, Krokant und am Besten alles zusammen - muss ja schließlich nach was aussehen ;)

Das tolle am Schokorestekuchen ist aber, dass er nicht nur sehr gut verzierbar sondern auch super einfach und ziemlich lecker ist! Und deswegen habe ich ihn gestern dann mal wieder gebacken: diesmal in Form von Mini-Muffins (ich habe das Rezept geviertelt).



Für einen Gugl müsst ihr 250g Butter mit 250g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker schaumig rühren. Das ist bei Rührkuchen sehr sehr wichtig (danke Mama ;)). Danach rührt ihr 4 ganze Eier und einen guten Schuss Rum (das Rezept sagt 3 EL) unter. Wenn alles ordentlich vermischt ist, müssen die trockenen Zutaten mit einem Löffel untergehoben werden: 300g Mehl, 2 TL Backpulver und 150g gemahlene Haselnüsse (wer die nicht zur Hand hat, kann auch gemahlene Mandeln oder Walnüsse nehmen oder einfach mehr Mehl). Wenn die trockenen und feuchten Zutaten alle grade vermischt sind, kommen 200g Schokoreste dazu. Das Tolle daran ist, dass ihr wirklich alles an Schokolade reintun könnt. Übriggeblieben Schoko-Osterhäschcn oder Adventskalender-Überbleibsel, Schokoriegel oder Pralinen. Wichtig ist nur, dass mind. 50g davon Zartbitter-Schokolade sind, sonst wird's schnell zu süß.
Das Ganze kommt jetzt bei 180° Umluft für ca 1 Stunde in den Ofen. Wenn der Kuchen die Stäbchenprobe besteht, darf er raus. Erst nach dem Abkühlen aus der Form hohlen und verzieren.

Meine Mini-Muffins habe ich ausnahmsweise mal ohne Schokoreste gebacken, dafür mit Erdnussbutter-Kern und sparsamer Verzierung (man ist ja jetzt erwachsen...).
Der Erdnussbutterkern ist super, allerdings müssten Süßschnäbel dann etwas mehr Zucker zum Teig geben.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Café trinken in Düsseldorf



Richtig, ich bekenne mich hiermit als Anhängerin der Cappuccino-Fraktion. Auch wenn ein Latte Macchiato doch wesentlich schöner anzusehen und der Milchkaffee meistens als Riesenportion in einer Suppenschüssel daher kommt - ich bleibe bei meinem Cappuccino! Schön stark und mit cremigem Milchschaum, bitte.


So einfach, wie sich das anhört, ist es aber leider nicht immer. Und während ich zu Hause immerhin selber dran Schuld bin, wenn der Kaffee nicht schmeckt (was ich natürlich niemals zugeben würde), so ärgere ich mich auswärts bei den vollkommen übertriebenen Preisen umso mehr über einen missratenen Cappuccino. Und das kommt öfter vor, als mir lieb ist. Kein Wunder also, dass ich zumindest der Kaffeehaus-Kette mit dem Stern am Wortanfang den Rücken zugekehrt habe, denn wenn wir mal ganz ehrlich sind: wer dort an der Kaffeemaschine steht, der macht das sicher nicht aus Liebe zu gutem Kaffee...

Aber da das Leben es doch manchmal gut mit mir meint, bin ich mittlerweile doch so weit, dass ich die Hot Spots für einen guten Cappuccino in Düsseldorf an einer Hand abzählen kann.


Bazzar Caffe 

Das Bazzar gibt es in Düsseldorf zwei Mal: in der Innenstadt an der Heinrich-Heine-Allee und in Flingern bzw. Grafenberg an der Metro. Was viele nicht wissen - die Beiden haben nichts miteinander zu tun. Und woher sollte man das auch wissen, denn Speisekarte und Einrichtung sind nahezu identisch und der Kaffee sowieso.
Man könnte also meinen, dass es egal ist, wo man hingeht, ABER dem ist nicht so. Denn wenn man das täte und sich für das Bazzar in der Innenstadt entscheiden würde, dann würde man wohlmöglich eine kunstvolle Kaffeekreation von Barista Dritan Alsela verpassen. Noch nie von gehört? Solltet ihr aber, denn abgesehen davon, dass er der Inhaber des Bazzar Caffe in Grafenberg ist, gehört er zu den Profis der Latte Art. Dabei geht es nicht nur um den perfekten Milchschaum sondern auch um die Bildchen, die der Schaum gemeinsam mit der Crema des Kaffees zaubert. Und darin ist Dritan Alsela wirklich ein Meister. Wen es interessiert, der kann sich seine Arbeit hier mal ansehen.
Der tolle Nebeneffekt und das worum es hier ja eigentlich geht: der Kaffee schmeckt genauso gut wie er aussieht ;) Achja: eine selbstgebrannte Mandel wird übrigens immer dazu gereicht. Lecker! 


Die Kaffee

Diesen kleinen Juwel habe ich durch Zufall entdeckt. 
Als ich mein Dasein noch in einer 1-Zimmer-Wohnung in der Nähe der Tussmannstraße fristete, hatte ich zwar schon öfter von dem Laden gehört, war dann aber immer zu faul mich in Richtung Nordstraße zu begeben.
Mit dem Umzug nach Derendorf in diesem Jahr, kam es dann aber so wie es kommen musste und ich lief eines schönen Tages ganz unverhofft an dem kleinen Café vorbei. Zugegeben war ich erst etwas skeptisch, denn auf dem Bürgersteig vor dem Lokal standen Tische und Stühle ziemlich nah beieinander, Lästereien und Geheimbesprechungen könnte man hier also schonmal vergessen (und warum geht man sonst mit einer Freundin Kaffee trinken ;)).
Aber zum Glück habe ich vor Kurzem dann doch einen Versuch gewagt und man mag es kaum glauben, aber es gibt auch noch einen Innenraum... ;) Der ist übrigens super gemütlich und authentisch. Überall stehen Kaffeesäcke und im Raum steht eine Röstmaschine, denn der Kaffee wird hier selbst geröstet. Und das schmeckt man! Sehr süß finde ich übrigens, dass man hier seine eigenen Speisen mitbringen darf, denn der Fokus liegt hier wirklich nur auf Kaffee.



Woyton

Jaja, ich weiß... Eben noch über die Kaffeehaus-Kette mit S ablästern und dann zur Konkurrenz gehen. Und um ehrlich zu sein, habe ich mich bis vor Kurzem auch geweigert hier einzukehren. Aber erstens kann eine Mini-Kette, wie Woyton ja nicht mit einem Global Player (ein bisschen Bullshit-Bingo muss sein) verglichen werden, Zweitens sollte man regionale Unternehmen ja immer unterstützen und Drittens ist es gar nicht so einfach ein Café im Medienhafen zu finden, wenn das LOFT wegen einer geschlossenen Gesellschaft zu hat.
So genug gerechtfertigt :) Ich wurde also letztens quasi gezwungen bei Woyton einen Café zu trinken und bin vom Schlimmsten ausgegangen, aber ich muss sagen, dass mein Cappuccino es auch mit den Kaffeekreationen der beiden oben genannten Lokale aufnehmen konnte. Nicht nur das, die Tasse war deutlich größer, was ja oft bedeutet, dass einfach mehr Milch drin ist. Fehlanzeige! Der Cappuccino war schön stark und der Schaum perfekt. Vielleicht hatte ich an dem Tag Glück und einen guten Barista erwischt, oder dem Barista ist aus Versehen ein guter Kaffee passiert ... oder vielleicht schmeckt es ja auch immer so gut dort? Ich werde auf jeden Fall einen zweiten Versuch starten. Ein bisschen Zeit lasse ich mir aber, man soll sein Glück ja nicht herausfordern ;)




Habt ihr noch andere Kaffee-Tipps in Düsseldorf?

Freitag, 26. September 2014

Pfannkuchen, so wie Mutti sie immer gemacht hat...

... das heißt dick und fluffig und saftig. Nur mit Zucker, weil sie so einfach schon richtig lecker sind!

Als ich noch klein war, gab es bei uns öfters Pfannkuchen (oder Pfannekuchen?). Das waren noch Zeiten. Wenn man um 13 Uhr aus der Schule nach Hause kam und Mutti hatte bereits gekocht. Der Schulranzen (zu meiner Zeit wohl eher liebevoll "die Tonne" genannt) wurde in die nächstbeste Ecke geschleudert, die Schuhe im Hauseingang stehen gelassen und als hätte man nicht schon genug gesessen steuerte man ohne Umwege den Esstisch an. Der Umweg musste dann trotzdem gemacht werden, denn bevor die Hände nicht gewaschen waren, gabs nix zu essen!

Da ich 2 Schwestern habe, war das Pfannkuchen essen allerdings nicht so einfach, wie es sein könnte. Denn in eine Pfanne, passt nunmal nur ein Pfannkuchen und nicht nur, dass jeder den Ersten haben will, niemand hat Lust 2 Runden auf die nächste Portion zu warten.
Wahrscheinlich hat Mutti deswegen nie mitgegessen, denn dann hätte man ja NOCH länger warten müssen - an dieser Stelle, danke Mama!!!
Problem Nummer 2: Schwestern neigen dazu alles miteinander zu vergleichen. Wir gönnen uns nicht die Butter aufs Brot, geschweige denn, dass wir einander den schöneren Pfannkuchen gönnen. Egal wie Mutti sich ins Zeug legt, alle Pfannkuchen gleich schön zu braten, irgendeine Schwester hat immer den weniger angebrannten, weniger kaputt gegangenen oder Größeren.

Trotzdem hat Mutti sich regelmäßig ins Verderben gestürzt und die weltbesten Pfannkuchen für uns gemacht.



Obwohl das letzte Pfannkuchen-Essen bei Mutti nun schon länger her ist, habe ich mich erst vor Kurzem ganz spontan an den Herd gestellt, um meiner lieben Mama nachzueifern. Und ich muss sagen, bis auf die Tatsache, dass ich keine quengelnden Teenager am Tisch sitzen hatte, die sich um den ersten Pfannkuchen stritten, sondern nur einen erwachsenen Freund, der sowieso mit seiner Playstation beschäftigt war (erwachsen und Playstation in einem Satz... okay ;)), habe ich mich ganz gut gemacht. Mutti wäre stolz auf mich!

Für 1 Person/ 2 Pfannkuchen müsst ihr 100 g Mehl mit 100 ml Milch, 50 g Zucker, 1 Eigelb, 1 Prise Salz und ca 25. ml Sprudelwasser vermischen. Das übriggebliebene Eiweiss schlagt ihr steif und hebt es unter das Teiggemisch.
In einer Pfanne lasst ihr ausreichend Butter schmilzen. Sobald sie zerlaufen ist schaltet die Temperatur unbedingt runter, damit sie nicht anbrennt, denn dann sind die Pfannkuchen ruiniert. Bratet lieber auf kleiner Hitze, dafür dann etwas länger. Gebt 1-2 Löffel (am besten benutzt ihr eine Suppenkelle) von dem Teig in die Pfanne, je nachdem, wie groß der Pfannkuchen werden soll. Jetzt müsst ihr warten, bis der Pfannkuchen bereit zum Wenden ist. Das merkt ihr, wenn ihr mit einem Pfannenwender ganz einfach unter den Teig kommt. Jetzt heißt es schnell sein, damit der Pfannkuchen beim wenden nicht kaputt geht. Wenn ihr ein wenig Angst davor habt, dann macht es wie ich und backt erst einmal kleine Pfannkuchen! 
Wenn auch die Unterseite fertig ist, kann der Pfannkuchen auf einen Teller und mit ganz viel Zucker (oder Marmelade/ Nutella/ Schokoraspel etc.) sofort gegessen werden.

Achtet darauf, dass ihr für den nächsten Pfannkuchen wieder eine neue Portion Butter in der Pfanne schmelzen lasst.

Tip: Wer gern Schokolade zu seinem Pfannkuchen essen möchte, der hackt seine Lieblingsschoki klein und gibt die Schokolade nach dem Wenden auf die fertige Pfannkuchenseite. Solange der Pfannkuchen von unten brät, schmilzt die Schokolade auf der Oberseite... hmmmm...


Montag, 1. September 2014

TATI: Das beste Eis in Düsseldorf

Damit endlich wieder etwas mehr Leben in die Bude kommt, habe ich mir was ganz Besonderes überlegt. Und zwar möchte ich euch gerne einmal die Woche einen meiner Lieblingsläden in Düsseldorf vorstellen - ich nehme es mir zumindest vor :)
Der Fokus wird dabei auf Restaurants, Cafés, Bars und sonstigen kulinarischen Highlights liegen.

Den Anfang macht heute meine Lieblingseisdiele, denn der Sommer soll ja glücklicherweise noch einmal wiederkommen. Ich kann Eis übrigens auch bei Minusgraden essen (solange ich mich dabei mit Heizdecke und Kuschelsocken auf dem Sofa lümmel ;)). Wenn man so mag, habe ich vielleicht auch eine kleine Eissucht (neben der Streuselsucht). Je simpler, desto besser. Ich brauche keine Saucen oder Streusel und erst Recht keine Schoko-Frucht-Eis-Mischungen. Die Ausnahme macht übrigens Ben&Jerrys mit Half Baked und Peanut Butter Cups... lecker!

Letzten Sommer bin ich aber auf Froyo umgestiegen, weil mich das Eisdielenangebot in Düsseldorf einfach nicht überzeugt hat. Entweder war es einfach nur ÜBERSÜSS, oder hatte eher die Konsistenz einer Mousse und ist sofort weggeschmolzen, oder - wenn mit bio und Natürlichkeit geworben wurde - hatte einen ganz seltsamen Beigeschmack von alternativen Süßungsmitteln. Selbst die Eisdielen, die in Düsseldorf zu den "places to be" gehören, waren mir nicht gut genug (an alle Düsseldorfer: ja auch PIA!!!).

Ich würde sagen, dass ich mittlerweile zwar Froyo-Addicted bin (also auch noch Froyo-süchtig...) aber der passt ja auch nicht immer. Zum Beispiel, wenn der Hunger mal nicht so groß ist... In genau so einer Situation, als mir nach einem Eis war, der Froyo aber zu groß, habe ich mich mutig ins Tati begeben (hier war ich vorher noch nie gewesen) und ich bin so froh, diesen Versuch gewagt zu haben.

SO muss Eis sein. Nicht zu süß, eher fest-cremig und ein authentischer Geschmack. Ich hatte Mango (und am nächsten Tag, weil es so lecker war dazu auch noch Joghurt).
Mein Freund hat sich an weißer Schokolade, Zartbitterschokolade und normaler Schokolade versucht. Super lecker. Bei der weißen und der Zartbitter-Schokolade schmeckt man eindeutig die Schoko heraus. Das normale Schokoeis hingegen schmeckt eher nach Kakao.

Der Inhaber ist auch super freundlich. Ich finde es immer super, wenn der, der das Eis auch zubereitet, hinter der Theke steht und über die Zusammenstellungen Bescheid weiß.
Die Auswahl war nicht riesig, aber grade perfekt. Außergewöhnliche Sorten gibt es dort auch abwechselnd, bei unserem Besuch zum Beispiel Veilchen.

Die Waffeln sind übrigens auch super lecker und der Preis für 1€ die Kugel MEHR als angemessen.

Wem jetzt nach einem Eis ist, der findet TATI auf der Schirmerste.39 vis-à-vis von der Bar Oliv. Und auf facebook findet ihr TATI hier.


Mittwoch, 16. Juli 2014

Warum Handys unseren Restaurantbesuch maßgeblich beeinflussen...

Klar, wir alle wissen. Handys sind Segen und Fluch in Einem. Wir können nicht ohne, manchmal wollen wir aber auch nicht mit. Urlaube sind dafür ein tolles Beispiel. Sie sind dazu da um abzuschalten, sich zu erholen, mal rauszukommen und eine gewisse Distanz zu den alltäglichen Querelen von zu Hause zu schaffen. Natürlich geht das am Besten, wenn man alle Verbindungen nach draußen kappt und einfach mal nicht erreichbar ist.

Trotzdem können wir es nicht lassen. Schon bei der Urlaubsbuchung informieren wir uns über freies W-LAN oder andere Alternativen, um vor Ort 24/7 das Internet nutzen zu können. Natürlich nur für den Fall, denn eigentlich haben wir ja nicht vor ständig online zu sein. Aber wenn man mal ein Restaurant im Umkreis sucht oder eine Wegbeschreibung braucht... 
Im Urlaub angekommen, wollen wir dann der ganzen Welt mitteilen, wie schön wir abschalten können. Wir schießen Fotos vom leckeren Essen, unseren Füßen im Sand, von unserem Balkonausblick und dem Sonnenuntergang. Wir drapieren Sonnenbrille, Buch und Cocktail auf unserer Liege am Pool und zeigen der Instagram-Gemeinde, wie toll und unkompliziert unser Urlaub ist und dass alle gerne vor Neid erblassen können. 



Dabei sind wir länger damit beschäftigt anderen zu zeigen, wie das Abschalten bei uns aussieht, als es auch wirklich zu tun. Statt den Moment zu genießen, lassen wir ihn von anderen genießen. Wir verpassen den Sonnenuntergang, weil wir damit beschäftigt sind Fotos zu knipsen. Wir lassen das Essen kalt werden, weil wir unseren Lieben zu Hause erst einen ausführlichen Bericht schicken wollen, was bei uns alles auf dem Teller liegt. Wir merken gar nicht, wie schön sich der Sand unter unseren Füßen anfühlt, während wir diesen Moment einfangen. Denn es geht uns hauptsächlich darum ANDERE davon zu überzeugen, wie gut es uns geht.



Wir sind in einer gewissen Weise abhängig davon geworden ständig überall erreichbar zu sein. Wir haben verlernt, wie man Nichts tut, denn immer wenn so ein Moment auf uns zukommt, zücken wir das Handy. 

Was mich überhaupt zu diesem Eintrag verleitet hat, ist dieser Artikel. Es geht um ein New Yorker Restaurant, das Beschwerden über seinen langsamen Service bekommt. Die Betreiber wollen die Gründe dafür herausfinden, warum der Service plötzlich langsamer ist, als noch einige Jahre zuvor und vergleicht dafür alte mit aktuellen Videoaufnahmen der Überwachungskameras.

Sie finden heraus, dass sich die Gäste vor 10 Jahren durchschnittlich 1 Std und 5 Minuten in ihrem Restaurant aufgehalten haben. Heute beläuft sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf 1 Std und 55 Minuten. Die Differenz von 50 Minuten resultiert - dreimal dürft ihr raten - aus dem Handynutzungsverhalten der Gäste. 

Bevor ich den Artikel nun komplett zusammenfasse, finde ich, dass ihr ihn mal selber lesen solltet. Hier gibt es auch eine deutsche Zusammenfassung. 

Ich kann für meinen Teil sagen, dass ich mein Nutzungsverhalten sicherlich reflektiere. Das Problem ist, dass viele von uns (ich spreche hauptsächlich von der Generation Y) mit dem Handy aufgewachsen sind. Während unsere Eltern lernen müssen mit Handys umzugehen, müssen wir lernen uns OHNE sie zu beschäftigen. In wie weit wir das wollen und umsetzen können, ist jedoch eine andere Frage...

Donnerstag, 29. Mai 2014

Der saftigste Streuselkuchen

Wenn es um Essen geht, gibt es ja die sonderbarsten Ticks. Eine Freundin von mir pult zum Beispiel immer das Innenleben aus Brötchen heraus und lässt es stehen. Die Hamburger-Gewürzgurke wird mindestens von einem Drittel der Bevölkerung vor dem Verzehr weggeschmissen. Und ganz weit oben auf der Liste der Dinge, die im Restaurant kategorisch aus dem Essen entfernt werden, stehen Oliven, Anchovis und Sardellen. 

Für mich alles kein Problem! Ich liebe das Brötchen-Innenleben und wenn ich es rauspule, dann nur, um es vor dem Brötchen selbst zu essen. Die Gewürzgurken-Hasser finden mit mir immer einen freudigen Abnehmer, denn ich liebe Gewürzgurken und kann sie Gläserweise essen. Und was die Oliven, Anchovis und Sardellen angeht - ich bestelle mir sowas einfach nie ;)

Dafür habe ich einen anderen Tick: ich esse vom Streuselkuchen nur die Streusel und lasse den Rest stehen. Ich liebe Streusel. Streusel sind super. So super, dass ich sie manchmal sogar klaue. Kein Streuselkuchen ist vor mir sicher. Backt meine Mutter zur Winterzeit mal wieder ihren Apple Crumble und lässt ihn zum Abkühlen in der Küche stehen, sind bis zum Auftischen fast nur noch Äpfel und eine hauchdünne Teigschicht da. 

Ich mag Streusel sogar so sehr, dass ich manchmal nur Streusel backe und sie wie Nüsse, Chips oder Gummibärchen einfach so snacke. 

In den absoluten Ausnahmefällen, wie diesem hier, esse ich Streuselkuchen aber auch mit allem was dazu gehört.




Verrührt 200 g Zucker4 Eier200g Mehl und 1 TL Backpulver und verteilt den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech. Für die Streusel verknetet ihr 250g Butter250g Zucker und 400g Mehl (ich ersetze auch gerne einen Teil des Mehls durch Speisestärke) und verteilt sie auf dem Teig. Für das gewisse Extra streue ich jetzt noch großzügig Vanillezucker auf die Streusel, bevor das Blech für ca 20 Min. bei 180°C in den vorgeheizten Backofen verschwindet.



Wenn der Kuchen fertig ist (die Streusel sollten nicht zu dunkel werden), holt das Blech aus dem Ofen und begießt den Kuchen sofort gleichmäßig mit 1 Becher Sahne (ich nehme immer Cremefine von Rama, klappt auch hervorragend). Während die Sahne in den heißen Kuchen einziehen kann, kommt jetzt noch großzügig Puderzucker darauf.


Das tolle an dem Kuchen ist, dass der Boden durch die Sahne extrem saftig wird und sich auf den Streuseln durch das Sahne-Zucker-Gemisch eine Art Zuckerguss bildet. Er erinnert mich ein bisschen an die Streuseltaler von Kamps, nur noch besser!!!

Donnerstag, 22. Mai 2014

Einfach, schnell und lecker - Sommernudeln

Die Sache mit dem Entscheiden habe ich ja schon am Beispiel der Marmorkuchen-Problematik hier erläutert. Man könnte natürlich meinen, dass ich nur beim Backen meine Probleme habe, mich festzulegen (schön wär's!), aber selbst bei den einfachsten, banalsten Dingen spiele ich gedanklich Ene-Mene-Muh. Was übrigens auch der Grund ist, warum aus "ich bin mal kurz im Supermarkt Schokolade holen" gut zwei Stunden werden können.
Gut jetzt könnte man sagen, dass Schokolade zu den wichtigsten Nahrungsmitteln gehört und deswegen sorgsam ausgewählt werden muss. Aber: bei Spülmittel, Zahnpasta und Klopapier verhält es sich ähnlich.

Gott sei Dank habe ich meinen Freund. Das Gute an unserer Beziehung ist unter anderem (dh. nicht ausschließlich - mir soll ja nicht unterstellt werden, dass ich nur deswegen sein Schnarchen toleriere! ;)), dass er mir die Entscheidung des Öfteren abnimmt. Ob freiwillig oder nicht, ist ein anderes Thema. 

Als er vor ein paar Tagen ganz beiläufig meinte "du könntest mal wieder Sommernudeln machen", tanzte ich innerlich einen kleinen Jubeltanz, denn das bedeutete nicht nur, dass ich mir meine täglichen 5 Stunden Inspirationssuche auf LECKER und Chefkoch sparen könnte sondern auch, dass das Abendessen sich quasi von selber kochen und ich mit meiner Rhabarber-Sekt-Schorle schonmal die Couch warmsitzen würde.


Das Gute an Sommernudeln ist, dass man sich quasi gar nicht an Mengenangaben halten muss. 
Während man Nudeln nach Wahl kocht, schneidet man Tomaten und Basilikum und vermischt es mit Olivenöl. Salz, Pfeffer oder Chili kommt alles nach Belieben dran, genauso wie Knoblauch. Ich kaufe meinen übrigens immer in der METRO. Dort gibt es in der Salatabteilung Töpfe mit bereits ganz klein gehacktem Knoblauch, der sich um Kühlschrank seeeehr lange hält.

Sind die Pasta fertig (nicht jeder mag sie ja al dente), werden sie abgegossen und sofort mit der kalten Tomatensauce vermischt. Abschmecken und nach Belieben noch frischen Parmesan darüber reiben. Fertig!


Ich mag diese Nudeln besonders gerne, weil sie sich sehr gut variieren lassen. So kann man zum Beispiel auch Fetakäse oder Mozzarella darunter geben. Auch Gambas oder geräucherter Lachs passen hervorragend dazu. Das wären dann 5 verschiedene Nudelgerichte und 5 entscheidungsfreie, gerettete Tage


Sonntag, 18. Mai 2014

Meine Marmorkuchen-Phobie und wie ich sie besiegte

Die einen machen einen großen Bogen um Hefeteige. Anderen graut es vor einem Biskuit. Und ich kriege Schweißausbrüche, wenn ich an den einfachsten aller Rührkuchen denke… Hallo mein Name ist Jana und ich habe ein Marmorkuchen-Problem!

Wenn ich backe, was ich mit ein wenig mehr freier Zeit gerne jeden Tag tun würde, dauert die Rezeptfindung meist länger, als das Backen an sich. Bis ich all meine Bookmarks, Instagramm-Screenshots oder aus den Kochbüchern meiner Mutter abfotografierten Rezepte durchgesehen habe, ist schon mal ein ganzer Tag vergangen. Deswegen mache ich das meistens nachts, wenn ich wegen schnarch-ähnlichen Grunzgeräuschen (für die mein Freund natürlich nicht verantwortlich ist, aber leider weiß er auch nicht, wo sie herkommen…), sowieso nicht schlafen kann.
Am Backtag selber habe ich mich dann immerhin auf eine Richtung eingeschossen. Meistens fällt dann aber die Entscheidung zwischen den unterschiedlichen Rezepten so schwer, dass ich einfach selber experimentiere und von allem Etwas übernehme. So kann ich hinterher zumindest sagen: "Hab ich mir alles selbst ausgedacht"…

Oft kommt dann aber alles anders, als es kommen sollte und mein Experiment gelingt nicht so ganz nach meiner Zufriedenheit. Dann ist der Fall klar: "Das Rezept ist doof" und meine Backkünste sind rein von irgendwelcher Schuld.


Als ich in der Woche vor Muttertag mal wieder nachts wachlag und mich von diversen Lieblingsaccounts auf Instagram inspirieren lassen wollte, wurde es plötzlich ruhig um mich (das Grunzen verebbte) und mein Freund meldete sich plötzlich zu Wort. "Was machst du denn noch?" Als ich ihm berichtete, dass ich mal wieder auf digitaler Kuchenrezeptmission unterwegs war, sagte er plötzlich: "Kannst du nicht einfach mal einen Marmorkuchen machen? Ich liebe Marmorkuchen!!!".


Tja, damit hatte er mir nun auch den restlichen Schlaf der Nacht geraubt, denn natürlich wollte ich ihm diese Bitte nicht ausschlagen. Allerdings wollte ich natürlich auch keinen "einfachen Marmorkuchen" backen. Vor meinem inneren Auge sah ich ihn schon in ein Stück Marmorkuchen beissen und anschließend Staub aushusten. Ich begab mich also auf die Suche nach dem ultimativen Marmorkuchen-Rezept.


Und ich hatte Glück im Unglück, denn ein ganz bestimmtes Marmorkuchen-Rezept hat es schon in viele, viele Blogger-Küchen geschafft - ohne abgewandelt zu werden. Da war auch für mich klar: "Jana, diesmal keine Experimente!" Zuerst entdeckt, habe ich ihn bei der Chaosqueen, aber auch Frau Pimpimella, Zorra und viele viele andere haben diesen Marmorkuchen schon aus ihren Öfen geholt.



Für eine Gugelhupfform (ich habe eine Kastenform und Muffins gemacht) müsst ihr 250 g Zucker und 1 Packung Vanillezucker mit 250 g weicher Butter sehr schaumig rühren (an dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Eltern für die bezaubernde KitchenAid, die mir seit Weihnachten das Freizeit-Bäckerinnen-Leben erleichtert). 5 Eier nach und nach einrühren sowie 150 ml Sahne untermischen. 1 Prise Salz, 300 g Mehl und 2 TL Backpulver mischen und unter den Teig heben. 

Die Hälfte des Teiges in eine zweite Schüssel geben und mit 100 g geschmolzener sowie 100 g gehackter Schokolade vermischen (ich habe 70%-ige Schokolade genommen). 

Wie ihr die Teige nun in die Form füllt, ist euch überlassen. Ich habe zuerst die Hälfte vom hellen Teig, dann den Dunklen und zum Schluss wieder den hellen Teig aufeinander gegeben und mit einem Sushistäbchen (Madame hatte keine Schaschlik-Spieße im Haus) durchzogen. 

Der Kuchen kommt für ca. 60 Minuten bei 190°C Ober-/Unterhitze in den Backofen. Macht dann die Stäbchenprobe. Wenn keine Teigreste am Stäbchen bleiben, könnt ihr ihn rausholen und abkühlen lassen. Ist er abgekühlt, kann er aus der Form hüpfen und mit Schokoguss oder Puderzucker verziert werden. 


Achtung: Wenn ihr, wie ich, keine Gugelhupfform zur Hand habt und Muffins aus dem Teig macht, bedenkt, dass die Backzeit sich deutlich verkürzt - mehr möchte ich zu dem Thema nicht sagen ;) 


Dienstag, 13. Mai 2014

Homemade Pizza - oder, wieso ich keine Pizza mehr bestelle

Pizza und ich, wir haben eine sehr schwierige Beziehung! Auf deutschem Boden will ich nichts von ihr wissen, sobald ich aber italienisches Terrain betrete, kann und will ich nicht ohne sie leben. 


Diese Hass-Liebe kommt nicht von ungefähr. Schuld sind meine Eltern, die mit mir noch in Windeln-steckend nach Sardinien gefahren sind. Und das Jahr für Jahr, die ersten 23 Jahre meines Lebens. 
Die ersten paar Jahre waren wir noch im schönen San Teodoro, im Norden der Insel. Als es uns dort zu touristisch wurde, sind wir in den Süden geflohen, an die Costa Rei, einem der schönsten Flecken auf der ganzen Welt, oder zumindest in Europa!
Sowohl in San Teodoro, als auch an der Costa Rei, habe ich die besten Pizzen meines Lebens gegessen. Hauchdünn, außen verbrannt, nicht zuviel Belag und nur die besten Zutaten! Alles das, was die Pizzen des normalsterblichen, deutschen Lieferservices NICHT sind. 


Bestelle ich hierzulande eine vermeintliche Pizza, bekomme ich einen dicken Teigfladen, der noch dicker belegt ist. Oft muss man seinen Belag, also die pinke Salami oder den fingerdick geschnittenen Schinken, unter den zentimeterhohen Schichten Analogkäse (wenn man Glück hat, bekommt man sogar geriebenen Gouda oder Emmentaler) suchen. Wenn es diese Normalo-Versionen überhaupt gibt, denn Pizza mit Dönerfleisch, Bolognese oder Salat gehören mittlerweile zu den meisten Speisekarten, wie in Italien der Mozzarella auf die Pizza. 

Weil ich aber nicht ganzjährig auf Pizza verzichten will, bin ich lange Zeit schon im Training und verwandle unsere Küche regelmäßig in eine Pizzabäckerei. 
Nun meine ich, den (für mich) perfekten Teig gefunden zu haben. Für die perfekte Pizza fehlt leider noch der Pizzastein, allerdings kann ich mir hier mit ein paar Tricks helfen.




Für 2 große runde Pizzen vermischt ihr 1 TL Trockenhefe mit 250 ml warmem Wasser und lasst die Mischung 10 Minuten stehen. Danach verknetet ihr 375 g Mehl (natürlich könnt ihr das italienische Pastamehl Typo 00 benutzen, bei mir klappt es aber auch mit dem normalen Weizenmehl) mit der Wassermischung, 2 TL Salz, 1 TL Zucker und ca 2-3 EL Olivenöl. Der Teig ist sehr klebrig, ich versuche es aber zu vermeiden noch mehr Mehl dazu zu geben. Wenn alles gut verknetet ist, fülle ich ihn in eine Schüssel, die ich vorher mit Olivenöl ausgestrichen habe. Der Teig wird dann mit ein wenig Mehl benetzt und die Schüssel mit einem Tuch bedeckt. An einem warmen Ort darf er jetzt gehen. 
Ich bereite den Teig auch oft vor der Arbeit zu und lasse ihn bis Abends in der Küche stehen.

Wenn er dann zubereitet wird, teile ich ihn in zwei Portionen. Auf ein großes Stück Backpapier streue ich ein wenig Mehl, gebe den Teig darauf, bestäube ihn noch einmal mit ein wenig Mehl und lege dann noch ein Stück Backpapier darauf. Der Teig wird dann auseinander geschoben. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man ihn nicht ausrollen sollte und seitdem bilde ich mir ein, dass es so wirklich besser klappt.

Für die Tomatensauce habe ich früher immer Dosentomaten eingekocht und beliebig gewürzt. Mittlerweile kommt mir diese Sauce nicht mehr auf die Pizza, da sie viel zu wässrig ist und den Teig nicht knusprig werden lässt. Ich rühre aus Tomatenmark, Olivenöl, Kräutern, Saz, Chili, Knoblauch und Wasser eine sehr dickflüssige Sauce, die ganz dünn auf den Teigfladen gestrichen wird. 

Den Mozzarella drücke ich vor der Verwendung so gut es geht aus (das geht super mit einem Zewa), denn auch er gibt sonst beim Backen unnötig Wasser an den Teig ab. Meistens kommt auch noch ein wenig Parmesan auf die Pizza.

Da ich keinen Pizzastein habe, muss ich mir anders helfen. Also heize ich den Backofen so heiß es geht auf Ober-/Unterhitze vor und lege hinterher das Backpapier mit der Pizza (ohne Blech!!!) auf den Backofenboden. So wird sie auch von unten richtig schön knusprig.

Sollte Teig übrig bleiben, kann er übrigens hervorragend in Frischhaltefolie gewickelt eingefroren werden. Lasst ihn aber nicht zu lange draußen stehen, denn die Hefe sorgt auch weiterhin dafür, dass der Teig in der Folie gehen kann.

An die sardische Pizza kommt sie immer noch nicht ran, aber die Lieferservice-Pizza schlägt sie um Längen!!!

Freitag, 9. Mai 2014

Mit Cookies kann man Nichts falsch machen...

… und mit diesem Rezept schonmal gar nicht!!!

Nachdem ich die letzten Jahre um den eigenen Blog herumgeschlichen bin, ist heute endlich der Tag der Tage. Ich hab's einfach angepackt und nun sitze ich hier vor einem weißen (Media-)Blatt Papier und stelle mir die Frage: "Wie fange ich an?".

Mit Cookies! Ich fange an mit Cookies, weil Cookies immer gehen. Wenn ich eingeladen bin und was mitbringen soll, sich kurzfristiger Besuch ankündigt, die Family sich was aus dem heimischen Ofen wünscht, oder ich einfach mal wieder gern den Schneebesen schwingen will - dann lautet die Antwort nicht selten: "Cookies"!

Warum? Weil das Rezept so gut ist, dass ich noch nie ein anderes auch nur ansatzweise ausprobieren oder davon abweichen wollte. Weil die Zubereitung einfach ist, keine Reihenfolgen beachtet werden müssen und keine "Geheimzutaten" drin sind. Weil sie bodenständig sind. Einfach aber SO gut.

Innen richtig chewy, es sei denn, man beisst auf Schoko oder Nuss. Ein bisschen schmecken sie, wie halbgebacken. Für Freunde des legendären Cookie-Dough in Eiscreme also grade das Richtige - und ich spreche garantiert nicht nur von mir ;)

Das Rezept habe ich vor vielen Jahren, als ich noch jünger und unerfahrener war als heute, hier auf Chefkoch gefunden. Wieso ich von heute 747 Cookie-Rezepten gerade dieses ausgewählt habe? Ich würde sagen, das war Schicksal :) Im Originalrezept heißen sie "Cookies mit weißer und dunkler Schokolade und Nüssen (aus den USA) // Double Chocolate Chunk Cookies".
Bei mir heißen sie einfach nur Cookies - den Rest muss man erleben!



Rezept für ca. 30 - 40 Cookies

Den Ofen auf 190°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Beachtet dabei, dass ihr mit Ober-/ Unterhitze immer nur je ein Blech backen könnt. Wenn euch das zu lange dauert, dann könnt ihr den Ofen auch auf 170°C Heißluft stellen. 
220 g Butter mit 210 g weißen Zucker, 100 g braunen Zucker und 1 Packung Vanillezucker cremig rühren. Dann 2 große Eier einrühren.
370 g Mehl und 1 TL Backpulver unterrühren.
Je 160 g weiße und dunkle Schokolade, sowie 50 g Nüsse hacken und unter den Teig heben.
Ich nehme immer das, was ich grade da habe. Manchmal backe ich auch ohne Nüsse, wichtig ist aber, dass sowohl weiße, als auch dunkle Schoki mit rein kommen.

Danach legt ihr ein Blech mit Backpapier aus und stecht mit Hilfe von zwei Esslöffeln Tischtennisgroße Teigportionen ab - ihr könnt sie aber genauso gut mit den Händen zu Kugeln rollen. Diese werden mit genügend Abstand auf das Blech gelegt. Je größer die Teigportionen ausfallen, desto mehr Platz benötigen sie hinterher, da sie stark verlaufen. Bei mir werden es deswegen oft nur ca. 9 Cookies pro Blech, bei kleineren Cookies können es auch mehr werden.

Nun kann das Blech für 10 - 12 Minuten in den Ofen. Fertig sind sie, wenn der Rand leicht goldbraun ist und sie in der Mitte noch roh zu sein scheinen. Holt sie dann raus, aber lasst sie unbedingt auf dem Blech abkühlen, da sie erst dann ferst werden und andernfalls zerfallen würden.