Sonntag, 11. September 2016

Der perfekte Streuselkuchen

Dass ich ein Streuselkuchen-Fan bin, habe ich ja bereits hier erwähnt! Das Problem an der Sache ist, dass ich von besagtem Kuchen am Liebsten nur die Streusel essen würde und das gelegentlich auch so durchziehe. Klassischer Streuselkuchen mit Hefeteig würde bei mir niemals im Backofen landen - da bleibt ja dann die Hälfte übrig :) Auf eine Mischung aus Rührteig mit Streuseltopping kann ich mich grade noch so breit schlagen lassen, insbesondere, wenn es der saftigste Streuselkuchen ist! Ganz gerne mach ich sogar Streuselkuchen auf Mürbeteigbasis - den esse ich nämlich mindestens genau so gerne, wie Streusel!!!

Nach langer Backpause bin ich bei Springlane vor Kurzem über einen spannenden Artikel über "die perfekten Streusel" gestoßen. Die Autorin, Sina, hat auf der Suche nach den besten Streuseln der Welt   diverse Variationen getestet. Wie werden sie mit kalter, weicher, flüssiger oder gebräunter Butter? Welches ist das beste Mischverhältnis von Butter, Zucker und Mehl? Gießt man nach dem Backen noch Sahne oder Butter darüber? Besprenkelt man sie während des Backens mit kaltem Wasser?

Nach Lektüre des Artikels war natürlich klar: ich muss Streuselkuchen backen! Und weil ich es mir einfach machen wollte, sollte der Streuselteig direkt für Boden und Topping herhalten - natürlich auf Basis der Angaben bei Springlane. Das Mehl habe ich, wie angegeben, zum Teil durch Speisestärke und Haferflocken ergänzt und so für einen noch knusprigen und mürberen Teig gesorgt.
An dieser Stelle vielen Dank liebe Sina, dass du mir die Arbeit erspart und das Rezept für die perfekten Streusel erarbeitet hast :)

Dazwischen sollte eine Käsekuchenfüllung und die Herzkirschmarmelade, die ich geschenkt bekommen hatte, den passenden Kontrast darstellen. Knusprige, cremige und süße Komponenten verbunden in einem - YUM!



Backofen auf 190° vorheizen. Für eine kleine Springform 115g Butter schmelzen - sie sollte sehr weich bis flüssig sein. Mit 100g Zucker, 100g Mehl, 50g Speisestärke und 50g feinen Haferflocken mischen - am besten mit dem Knethaken der Küchenmaschine. Wer keine Speisestärke und/oder Haferflocken hat, füllt den Rest mit Mehl auf oder nimmt gemahlene Nüsse. Auch Puddingpulver klappt super und gibt noch einen vanilligen oder schokoladigen Geschmack.
Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und die Hälfte des Teiges darauf verteilen und platt drücken. Ich habe dann eine dünne Schicht Kirschmarmelade aufgetragen und anschließend aus 250g Magerquark, 1 Ei, 1 Pck. Vanillezucker und 20g Vanillepuddingpulver eine Käsekuchenfüllung darüber verteilt. Statt Marmelade kann man auch frische Beeren auf der Käsekuchencreme verteilen. Oder man legt den Boden nur mit dünn geschnittenen Äpfeln und Rosinen aus. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Anschließend zupft man die restlichen Streusel auf die Füllung und schiebt den Kuchen in den vorgeheizten Backofen. Hier bleibt er ca. 20 Minuten - je nach Größe und Art der Füllung kann es aber auch kürzer oder länger dauern. Kurz vor Ende der Backzeit sollte man die Streuseldecke mit kalten Wasser besprenkeln - das sorgt laut Sina für das perfekte Knuspererlebnis!

Nach dem Auskühlen mit Puderzucker verzieren - et voilà, der perfekt, knusprige Streuselkuchen.